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HB - erstrebenswert um jeden Preis?

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18. Feb 2010 18:03

 Betreff des Beitrags: HB - erstrebenswert um jeden Preis?
BeitragVerfasst: 18. Feb 2010 18:03 
  
Nachdem ich mir hier nun so einige Beiträge durchgelesen habe, stellt sich mir immer mehr die Frage, WIESO es so wichtig ist, wer hochbegabt (so ein blödes Wort aber auch) ist, und wer zu der dämlichen Restmasse der Menschheit gehört.

Es scheint wohl erstrebenswert, schon am besten während der Schwangerschaft festzustellen, dass man ein hochbegabtes Kind bekommt. Macht einem das zu einem besseren Menschen? Bekommt man so mehr Ansehen?

Ich habe zwei Jungs mit unterschiedlichen IQs (die sich im Rahmen ganz anderer Ausgangsdiagnostiken herausgestellt haben). "Begabt" sind beide oder auch beide nicht. Je nach Standpunkt. Und gefördert werden müssen/sollten auch beide. Der Unterschied? Der hält sich in Grenzen.

Wo ist nun der ach so entscheidende Punkt, dass eine Hochbegabung das NonPlusUltra ist?

So ganz hat sich mir diese Bewertung noch nicht erschlossen.

LG,
Heike


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18. Feb 2010 18:45

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 Betreff des Beitrags: Re: HB - erstrebenswert um jeden Preis?
BeitragVerfasst: 18. Feb 2010 18:45 
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Hallo Heike,

ich bin mir nicht ganz sicher, aber wie sollte man eine HB anstreben ? Wenn man bestrebt ist, etwas zu erreichen, dann würde es ja bedeuten, dass es beeinflussbar ist. Aber ein hoher IQ ist gegeben - oder auch nicht.
Einen hohen IQ während einer Schwangerschaft anzustreben - das habe ich bisher auch noch nicht gehört. Wie sollte das gehen ?

Auch ist vielleicht die Herangehensweise an das Thema "unterschiedlich". Manche Leute halten eine HB als etwas positives, als wäre man wohl "ausgewählt", etwas besonderes – in Richtung Elite-Denken. Ich hingegen sehe das vollkommen anders. Einer meiner Söhne ist HB, der andere evtl. auch (habe ihn nicht testen lassen). Für mich stellte sich die Frage nach HB aber nur, weil wir Probleme hatten bzw. Auffälligkeiten in der Schule aufgetreten sind. Mit dem Hintergrundwissen über die HB kann ich nun meinem Sohn „helfen“ bzw. weiß ich besser, mit der Situation umzugehen.
(Ich muss auch sagen, dass das Thema HB nicht viel Platz bei uns einnimmt, wir das nirgends groß erwähnen, weil manche Leute sich auf den Schlips getreten fühlen bzw. eine Art Konkurrenzdenken einsetzt… warum auch immer…)

Aber ich als Mutter habe relativ wenig mit dem IQ-Ergebnis meines Kindes zu tun, kann diesen nicht anstreben bzw. ist dieser nicht mein Verdienst. Deshalb verstehe ich Deinen „Beitrag“ nicht ganz. Wahrscheinlich ist dieser ja auf irgendwelche Erfahrungen begründet, vielleicht kannst Du mal erklären, weshalb Du diese Einstellung zur HB hast. Also Gegenfrage: Warum ist Deiner Meinung nach eine HB nonplus-ultra bzw. wer vermittelt Dir diesen Gedanken ?

Liebe Grüße,
Fabienne

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In dem Maße, wie der Wille und die Fähigkeit zur Selbstkritik steigen, hebt sich auch das Niveau der Kritik am andern.

Morgenstern


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18. Feb 2010 19:49

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 Betreff des Beitrags: Re: HB - erstrebenswert um jeden Preis?
BeitragVerfasst: 18. Feb 2010 19:49 
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Zitat:
Es scheint wohl erstrebenswert, schon am besten während der Schwangerschaft festzustellen, dass man ein hochbegabtes Kind bekommt.


Hast du diesen Eindruck? Es mag solche Leute ja geben, aber die Mehrheit ist das doch nicht. Die meisten IQ-Tests (und anders lässt sich HB ja nicht so wirklich feststellen) werden dich im Rahmen irgendwelcher Diagnostiken oder in Zusammenhang mit Schulproblemen gemacht.

Gruß

Ubi

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Die Jugend verachtet die Folgen, darauf beruht ihre Stärke. (Martin Kessel)


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18. Feb 2010 19:52

 Betreff des Beitrags: Re: HB - erstrebenswert um jeden Preis?
BeitragVerfasst: 18. Feb 2010 19:52 
  
Hallo Möhr,

Dein Sohn ist doch in einer HB-Klasse. Warum? :roll:


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18. Feb 2010 20:07

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 Betreff des Beitrags: Re: HB - erstrebenswert um jeden Preis?
BeitragVerfasst: 18. Feb 2010 20:07 
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Hallo Möhr,

vielleicht solltest du dir diese Frage tatsächlich mal stellen... ;-)
Immerhin hast du 2 getestete Kinder- eines davon in einer Spezialklasse und dich so eben in einem speziellen Forum zu diesem Thema (wiederholt) angemeldet... [smilie=sign2_verdaechtig.gif]

LG Ginger

edit: Alternativtheorie: so eben ist mir aufgefallen, dass dir evtl. auch nur ein Aha- Erlebnis gekommen ist, als du dich hier durchgelesen hast...und du viele gute Argumente gefunden hast, warum HB gar nicht soooo wichtig ist....? Klär uns auf...

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18. Feb 2010 22:46

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 Betreff des Beitrags: Re: HB - erstrebenswert um jeden Preis?
BeitragVerfasst: 18. Feb 2010 22:46 
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Hallo Möhr,

ich glaube das das klammern an HB auch teilweise damit zusammenhängt weil der Rest nicht so toll läuft. Jeder Mensch ist etwas besonderes, zumindest die meisten. Da wir das Wort "Humankapital" ja zum Unwort gewählt haben darf man sich ja nur noch an einzelne Dinge klammern. Ich bin mir sicher das Eltern mit guten Sportlern die Prioritäten bestimmt ganz anders setzen. Erstrebenswert ist nach meiner Ansicht nur "glücklich sein".

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LG ulan



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18. Feb 2010 23:04

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 Betreff des Beitrags: Re: HB - erstrebenswert um jeden Preis?
BeitragVerfasst: 18. Feb 2010 23:04 
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Also wenn man angesagter Privat-Testpsychologe wäre, dann könnte man vielleicht den Eindruck gewinnen, dass manche Eltern doch einen Hau weg haben.
Aber den Bogen zu dem Forum hier bekomme ich jetzt nicht gezogen.

- Martin

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18. Feb 2010 23:27

 Betreff des Beitrags: Re: HB - erstrebenswert um jeden Preis?
BeitragVerfasst: 18. Feb 2010 23:27 
  
Gingerbread hat geschrieben:
...Alternativtheorie: so eben ist mir aufgefallen, dass dir evtl. auch nur ein Aha- Erlebnis gekommen ist, als du dich hier durchgelesen hast...und du viele gute Argumente gefunden hast, warum HB gar nicht soooo wichtig ist....? Klär uns auf...

Nee, nicht wirklich. Das Thema HB steht schon einige Jahre an. Die (erste) Testung liegt einige Zeit zurück. Wir haben ihn damals nicht von der Schule genommen, ihn nicht bei Mensa angemeldet, ihn nicht sonderlich anders behandelt.
Das kam erst jetzt in einem anderen Zusammenhang. Der Stempel HB half, dass er in einer Klasse unterkam, die nur eine Schülerstärke von 10 hat. Das ist Luxus pur...

Gingerbread hat geschrieben:
...Forum zu diesem Thema (wiederholt) angemeldet...

Naja, binnen eines Tages, weil der erste Login mit Problemen behaftet war. Weiß nicht, ob das so als wiederholt zu werten ist. Ich wollte ja in das Forum. Hatte mich ja nicht angemeldet, abgemeldet und wieder angemeldet. Das ging Zug um Zug.

Zu unserer Herangehensweise/unserem "Vorleben": Im Grunde sehe ich große Parallelen zu Fabienne. Das ist es so im Groben.

Heike


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19. Feb 2010 10:04

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 Betreff des Beitrags: Re: HB - erstrebenswert um jeden Preis?
BeitragVerfasst: 19. Feb 2010 10:04 
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Über mich: hochbegabt in kulinarischem Sinne
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Hallo Heike die Dritte, willkommen hier, 012

Möhr hat geschrieben:
Nachdem ich mir hier nun so einige Beiträge durchgelesen habe, stellt sich mir immer mehr die Frage, WIESO es so wichtig ist, wer hochbegabt (so ein blödes Wort aber auch) ist, und wer zu der dämlichen Restmasse der Menschheit gehört.

ich bin mir nicht ganz sicher, wen du konkret meinst. Meinst du, dass es dir wichtig ist? Oder meinst du, dass hier im Forum der allgemeine Tenor ist, HB sei so wichtig, oder ist es, weil sich hier alles um HB dreht? Letzteres liegt wohl daran, dass es ein HB-Forum ist. ;-)

Möhr hat geschrieben:
Es scheint wohl erstrebenswert, schon am besten während der Schwangerschaft festzustellen, dass man ein hochbegabtes Kind bekommt. Macht einem das zu einem besseren Menschen? Bekommt man so mehr Ansehen?

Es wird immer Eltern geben, die nach mehr für ihre Kinder streben, als diese fähig sind. Ein zunehmender Leistungsdruck in der Gesellschaft unterstützt das. Ich habe da in gewisser Weise Verständnis dafür. Du hast ein hb-Kind, dazu noch eines, das auf einer HB-Schule ist. Aus dieser Position (quasi von ganz oben) betrachtet ist es meines Erachtens leicht, den anderen Übereifer zu unterstellen. Ich messe mich nicht mit anderen, weder über den IQ meines Kindes, noch über die PS-Zahl meines Autos.

Möhr hat geschrieben:
Ich habe zwei Jungs mit unterschiedlichen IQs (die sich im Rahmen ganz anderer Ausgangsdiagnostiken herausgestellt haben). "Begabt" sind beide oder auch beide nicht. Je nach Standpunkt. Und gefördert werden müssen/sollten auch beide.

Eben. Jedes Kind sollte gefördert werden. Ganz nach seinem Potenzial.

Lg

Anni


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19. Feb 2010 13:38

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 Betreff des Beitrags: Re: HB - erstrebenswert um jeden Preis?
BeitragVerfasst: 19. Feb 2010 13:38 
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Möhr hat geschrieben:
Der Stempel HB half, dass er in einer Klasse unterkam, die nur eine Schülerstärke von 10 hat. Das ist Luxus pur...

Entspricht ungefähr dem Betreuungsschlüssel einer Förderschule für geistig Behinderte.
So schließt sich der Kreis...


- Martin

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