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Hoffnung auf Ratschläge

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21. Mär 2010 18:53

 Betreff des Beitrags: Hoffnung auf Ratschläge
BeitragVerfasst: 21. Mär 2010 18:53 
  
Ein herzliches Hallo an Alle, 012

ich bin Mutter einer 4-jährigen Tochter ( Januar) und in letzter zeit sehr verunsichert, was mit Ihr passiert und was in Ihr vorgeht.
In den letzten zwei Tagen bin ich von zwei unabhängigen Personen gefragt worden, ob ich mir mal Gedanken darüber gemacht hätte, ob mein Kind vielleicht hochbegabt sei, und die Probleme, die wir in letzter zeit haben, daraus resultieren könnten.
Sie ist ihrer Zeit sehr voraus, sprach erst gar nicht, dann mit 1 Jahr ganze Sätze, mit 1,5 Jahren mit einwandfreier Grammatik, ist sehr viel mit Erwachsenen zusammen, aber auch sehr gerne mit Gleichaltigen und Älteren Kindern, von denen sie vorbehaltlos akzeptiert wird. Motorik ist sehr ausgeprägt...aber.......
Sie entzieht sich im Kindergarten den Gruppenspielen, dem Morgenkreis, sitzt immer am Rand und sieht zu, spielt dann alleine, und erst später, wenn freies Spiel angesagt ist, schließt sie sich an. Beim Sport genau das Gleiche, Hockey alleine ja, Turnen alleine ja,, mit anderen Kindern, nein und jetzt kommt mein größtes Problem, wenn, egal, was sie macht, nicht alles auf Anhieb klappt, dann flippt sie vollends aus, ist nicht mehr zu beruhigen, verweigert und negiert alle Vorschläge....das dauert dann ziemlich lange, bis sie sich wieder beruhigt, und von einer Minute auf die Andere ist die Welt wieder in Ordnung.
Mit Veränderungen, sei es in Ihrem Zimmer oder mit Ritualen tut sie sich besonders schwer, manchmal wacht sie nachts auf und ruft, man möge bite die Nachtischlampe wieder auf den gewohnten Platz stellen, die stand aber lediglich auf der anderen Seite...........
Zu Hause ist sie extrem anstrengend, braucht ständig Aufmerksamkeit.
Sie hat eine ausgeprägte soziale Ader, einen großen Gerechtigkeitssinn und wird auf jeden Kindergeburtstag eingeladen.....
Ich weiß jetzt wirklich nicht, ob ich sie einer Psychologin vorstellen soll, ob ich es für ein Phase halten soll, kurzum, ich weiß nix mehr.

Habt Ihr vielleicht gleiche Erfahrungen gemacht und könnt sie weitergeben?
Ich persönlich wäre auf das Thema Hochbegabung gar nicht gekommen, aber nachdem ich jetzt zweimal darauf angesprochen wurde, möchte ich es nicht unter den Tisch kehren, da ich denke, wenn man nicht darauf eingeht, kann das nur falsch sein, oder?

Ich danke Euch für Eure Hilfe

Grüße

Imme 017


Zuletzt geändert von immez am 21. Mär 2010 19:35, insgesamt 1-mal geändert.

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21. Mär 2010 19:15

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 Betreff des Beitrags: Re: Hoffnung auf Ratschläge
BeitragVerfasst: 21. Mär 2010 19:15 
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Hallo Imme!

Herzlich willkommen hier!

Zuerst ein Hinweis - nehm den Namen Deiner Tochter aus dem Beitrag heraus. man weiß nie, wer jetzt oder in einigen Jahren in diesem Forum liest und dann Rückschlüsse herstellen könnte.


Man hat Dich also in Bezig auf Deiner Tochter auf Hochbegabung angesprochen. Auf Grund dessen, was Du über sie schilderst?

Nun, mein Kleiner ist fünf und ebenfalls von Januar. Gerade das, was Du aus Eurem Kindergartenalltag schilderst, kenne ich von ihm genauso. Er hat ein geschlagenes Jahr gebraucht, bis er sich traute, sich den Gruppenaktivitäten anzuschließen.
Spielkamerden hatte er, akzeptiert war er auch. Aber er beobachtete lieber das Geschehen ( teilweise saß er dazu unter dem Tisch), als sich daran zu beteiligen. Wobei er alles aufmerksam vefolgte und sozusagen mt den Augen lernte.
Die Erzieherinnen haben ihm diese Zeit gelassen und jetzt, im zweiten Kindergartenjahr macht er alles mit.
Ebenso verhält es sich mit Regeln und Veränderungen. Sie sind ihm wichtig, er hält sie genauestens ein. Veränderungen brauchen lange, bis sie aktzeptiert werden.
Wenn er etwas nicht kann, dann macht er es nicht; lieber übt er es heimlich für sich im stillen Kämmerchen.
Er braucht viel Bestätigung und Anerkennung.
Daneben ist er ein pfiffiges Kerlchen, das schon Buchstaben kennt, Zahlen schreiben kann, anfängt zu rechnen.

Ob er hochbegabt ist? Ich weiß es nicht. Muss ich auch nicht wissen.
Ich weiß nur, er verhält sich anders, wie sein großer, hochbegabter Bruder. Er ist ein ganz andere Persönlichkeit.
Ich sehe sein Verhalten als ein Defizit, das es in Zusammarbeit mit den Erzieherinnen zu verbessern gilt. Wir arbeiten an seinem Selbstvertrauen, bestärken ihn darin, sich mehr zuzutrauen, nicht alles perfekt machen und haben zu müssen.
Und gönnen ihm die Zeit, die er braucht, um dahin zu kommen.


Ich würde bei Deiner Tochter auch versuchen, ihr dabei zu helfen, "richtig anzukommen".
Bis sie in die Schule kommt, muss sie das nach Möglichkeiten überwunden haben; sonst steht ihr eine schwere Zeit bevor.

_________________
Liebe Grüße
Geli %%%


Mögen alle meine Fehler sich auf ihre Plätze begeben und möglichst wenig Lärm dabei machen.


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21. Mär 2010 19:43

 Betreff des Beitrags: Re: Hoffnung auf Ratschläge
BeitragVerfasst: 21. Mär 2010 19:43 
  
Hallo,

danke für Deine Antwort, ich glaube eigentlich nicht, dass es ihr an Selbstvertrauen mangelt, da sie in allen anderen Breichen sehr selbstbewußt ist.
Ich habe eher das Gefühl, dass sie es nicht vertragen kann, wenn man ihr vorschreibt, was sie zu tun hat.
Sie tut grundsätzlich nicht das, was alle tun.........Konfrontation pur.
Und bei Aktivitäten, die ihrem Alter entsprechen würden, langweilt sie sich............

Grüße


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21. Mär 2010 19:44

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 Betreff des Beitrags: Re: Hoffnung auf Ratschläge
BeitragVerfasst: 21. Mär 2010 19:44 
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Hallo und willkommen hier 012

immez hat geschrieben:
In den letzten zwei Tagen bin ich von zwei unabhängigen Personen gefragt worden, ob ich mir mal Gedanken darüber gemacht hätte, ob mein Kind vielleicht hochbegabt sei

in diesem Alter spricht man, wenn überhaupt, von Entwicklungsvorsprüngen. Seriöse Tester testen nicht deutlich vor dem siebten Jahr, vorher sind die Ergebnisse nicht zuverlässig. Ich finde ein Test macht frühestens Sinn, wenn man z.B. über eine Früheinschulung nachdenkt. Vorher eigentlich nicht.

immez hat geschrieben:
...und die Probleme, die wir in letzter zeit haben, daraus resultieren könnten.

Aus einer Hochbegabung resultieren keine Probleme. Wenngleich es wohl Charaktereigenschaften gibt, die bei hbs offensichtlich häufig vorkommen, so zum Beispiel der Perfektionismus.

immez hat geschrieben:
und jetzt kommt mein größtes Problem, wenn, egal, was sie macht, nicht alles auf Anhieb klappt, dann flippt sie vollends aus, ist nicht mehr zu beruhigen, verweigert und negiert alle Vorschläge....das dauert dann ziemlich lange, bis sie sich wieder beruhigt, und von einer Minute auf die Andere ist die Welt wieder in Ordnung.

So wie es aussieht, macht es Sinn, an der Frustrationstoleranz deiner Tochter zu arbeiten. Mein Sohn hatte da auch etwas Nachholbedarf, für ihn war es z.B. ganz schrecklich, beim Spielen zu verlieren, kein Spiel verging ohne Tränen und Gezeter. Wir haben dann erst mal eine Weile keine Spiele mehr gespielt, bei denen es ums Gewinnen geht.

immez hat geschrieben:
Mit Veränderungen, sei es in Ihrem Zimmer oder mit Ritualen tut sie sich besonders schwer, manchmal wacht sie nachts auf und ruft, man möge bite die Nachtischlampe wieder auf den gewohnten Platz stellen, die stand aber lediglich auf der anderen Seite...........

Das hat schon etwas zwanghaftes. Ob das jetzt eine Eigenart deiner Tochter ist oder ob du wirklich eine Psychologin einschalten sollst, kann ich nicht beurteilen. Wichtig für dich ist ja, wie gut du mit der Situation zurecht kommst, offensichtlich scheint dich die Situation ziemlich zu belasten. Vielleicht wäre erstmal eine Erziehungberatung für dich hilfreich. Wir haben seinerzeit eine solche mal in Anspruch genommen, das hat uns geholfen, uns zu sortieren.


immez hat geschrieben:
Ich persönlich wäre auf das Thema Hochbegabung gar nicht gekommen, aber nachdem ich jetzt zweimal darauf angesprochen wurde, möchte ich es nicht unter den Tisch kehren, da ich denke, wenn man nicht darauf eingeht, kann das nur falsch sein, oder?

Ich denke, wenn man einen guten Blick auf sein Kind hat, macht man eigentlich gar nicht so viel falsch. Dann kommt jemand und erzählt etwas von Hochbegabung und plötzlich denkt man (zumindest war das bei mir erst mal so) man müsse sofort alles anders machen, als man es bislang für richtig gehalten hat. Dem ist aber nicht so. Wenn du auf die tatsächlichen Bedürfnisse deines Kindes eingehst, machst du es schon richtig. Ausbremsen ist natürlich hinderlich. Und ich glaube, dass die Probleme, die deine Tochter zeigt, nicht durch eine kognitive Förderung zu beheben sind.

Ich würde versuchen, sie besser zu integrieren, so viel wie möglich mit anderen Kindern zusammen zu bringen. Immer mal wieder Kinder einladen. Für die Schule ist es sehr hilfreich, wenn sie gut mit anderen auskommt.

Was machen die Erzieherinnnen eigentlich, wenn sie nicht am Stuhlkreis teilnehmen möchte? Akzeptieren sie das? Ich habe immer mal wieder von Kindern gehört, denen es nicht gefällt, beim Morgenkreis mitzumachen.

Lg

Anni

P.S. Nimm besser den Realname deiner Tochter raus, wer weiß, ob sie in Jahrzenten noch lesen willst, was du hier über sie geschrieben hast. Die Welt ist klein...


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21. Mär 2010 19:47

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 Betreff des Beitrags: Re: Hoffnung auf Ratschläge
BeitragVerfasst: 21. Mär 2010 19:47 
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Hallo,

immez hat geschrieben:
Ich habe eher das Gefühl, dass sie es nicht vertragen kann, wenn man ihr vorschreibt, was sie zu tun hat.

Das ist das Privileg der Kiga-Kinder, dort dürfen sie sich noch erlauben, weitgehend das zu tun, was ihnen gefällt. In der Schule wird das schon schwieriger mit so einer Einstellung.

Lg

Anni


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21. Mär 2010 19:55

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 Betreff des Beitrags: Re: Hoffnung auf Ratschläge
BeitragVerfasst: 21. Mär 2010 19:55 
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anni11 hat geschrieben:
Das ist das Privileg der Kiga-Kinder, dort dürfen sie sich noch erlauben, weitgehend das zu tun, was ihnen gefällt. In der Schule wird das schon schwieriger mit so einer Einstellung.


Gute Erzieherinnen arbeiten an solchen Geschichten; schließlich wollen/sollen sie die Kinder ja einigermaßen fit für die Schule machen.
Hat es dann mal ein Gespräch gegeben? Sehen die Erzieherinnen denn da ein größeres Problem oder wollen sie da auch erstmal abwarten?

_________________
Liebe Grüße
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21. Mär 2010 21:19

 Betreff des Beitrags: Re: Hoffnung auf Ratschläge
BeitragVerfasst: 21. Mär 2010 21:19 
  
Ein Gespräch gab es schon, dabei wurde mit vermittelt, das meine Tochter halt ihren eigenen Kopf hätte, ich mir aber keine Sorgen machen müsste, wie gesagt, sie ist eine sehr selbstbewußte kleine Person, ich habe manchmal das Gefühl, dass sie sich selbst überholt, wenn ihr versteht, was ich meine, und dann kommt sie mit sich selbst nicht mehr klar.
und ärgert sich darüber........
Erwachsene kennen dieses Gefühl ja auch, können sich aber rational erklären, was da vor sich geht, ein Kind eben nicht.

Grüße


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14. Apr 2010 22:04

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 Betreff des Beitrags: Re: Hoffnung auf Ratschläge
BeitragVerfasst: 14. Apr 2010 22:04 
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Moin,

mit bischen "Verspätung"...

Von wem wurdest Du auf Deine Tochter und der HB angesprochen?!
Falls diese Leute Ahnung von HB haben, würde ich dies natürlich wichtiger nehmen, als von Anderen.

Ich bin Erzieher im Kindergarten und halte viele Teil des Verhalten Deiner Tochter für altersgerecht / phasengerecht.

4 Jahre ist ne gute Zeit, um einen eigenen Kopf zu entwickeln. Gerade, wenn sie momentan ihrer Zeit vorraus ist, wie Du geschrieben hast.
Auch gibt es eine Phase, in denen die Kinder hohe Ansprüche an sich stellen, ggf Zeichnung wegwerfen, weil sie sie nicht mehr für schön genug halten.

Die Rituale... wer den ganzen Tag über über sich hinauswächst, der braucht Abends einen ruhigen Hafen.

Aber es wundert mich, dass sie - als Mädchen! - keine Spaß an gemeinsamen Spielen findet.


Also: warte mal noch 3 bis 6 Monate ab. Vielleicht legt sich das Verhalten, spätestens mit dem nächsten Entwicklungsschub.

Du kannst natürlich immer Dir professionelle Hilfe holen. Das ist nicht schlimm oder muss Dir peinlich sein. Und von irgendjemanden hat sie vielleicht was mitbekommen... aber bitte tu Dir und Deiner Tochter den Gefallen und erzähl bloß nicht den "falschen" Müttern, über den HB - Verdacht... (es gibt so böse Eltern...).

Grüße


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