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Was wurde aus den Wunderkindern - Abitur mit 14

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4. Nov 2009 17:58

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 Betreff des Beitrags: Re: Was wurde aus den Wunderkindern - Abitur mit 14
BeitragVerfasst: 4. Nov 2009 17:58 
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Hallo,

iris33 hat geschrieben:
Im Grunde genommen gebe ich dir recht, aber dass man über sein Sexualleben diskutiert, liegt, liegt daran, dass er selbst das zum Thema gemacht hat, nicht dass wir so pervers veranlagt sind.

ja, das meine ich ja. Wenn man über solche Details öffentlich spricht, riskiert man, dass darüber gesprochen wird. Und ich denke, dass dies hier im Forum noch in recht manierlicher Weise geschieht.

aspiema hat geschrieben:
Und das berührt dann wiederum die Frage "wie gehe ich mit meinem eigenen schlauen Kind um?" (Auch, wenn es natürlich nicht soo schlau ist.)

Vielleicht weniger Öffentlichkeitsarbeit?!? ;-)

Lg

Anni


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4. Nov 2009 18:00

 Betreff des Beitrags: Re: Was wurde aus den Wunderkindern - Abitur mit 14
BeitragVerfasst: 4. Nov 2009 18:00 
  
aspiema: Wieso soll das denn so schwierig sein? Immer vorausgesetzt, man ist mit sich im reinen. Ich würde ja nie mein Kind springen lassen, wenn ich das nicht wirklich nötig finden würde - aus verschiedenen Gründen. Wenn jemand ein Einzelgänger ist, kann das doch genauso passend für denjenigen sein.

Für mich bzw. meine Kinder wäre ein Abi in dem Alter völlig indiskutabel, wenngleich ich sicher wäre, dass das rein kognitiv nicht besonders abwegig wäre. Aber schon ein Sprung über eine Jahrgangsstufe wäre schwierig, weil er sich unter seinesgleichen wohlfühlt und in einer höheren Klasse sicher ein Außenseiter wäre. Vielleicht war das aber bei Franz genau andersherum. Wenn mein Kind in seiner Klasse Außenseiter wäre, würd ich ggf. darüber nachdenken.


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4. Nov 2009 18:13

 Betreff des Beitrags: Re: Was wurde aus den Wunderkindern - Abitur mit 14
BeitragVerfasst: 4. Nov 2009 18:13 
  
Eines darf man hier auch nicht außer Acht lassen: Franz ist, oder war, motorisch ungeschickt und übergewichtig. So ein Kind braucht gar nicht kognitiv auffällig sein, um den Anschluss zu Gleichaltrigen nicht zu finden und dann vielleicht von sich heraus zu sagen, dass er sowieso kein Interesse hat.

Dass ein Mensch wie der hübsche Professor sich leichter durchs Leben schlängelt, liegt wohl auf der Hand.

LG Bettina


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4. Nov 2009 18:22

 Betreff des Beitrags: Re: Was wurde aus den Wunderkindern - Abitur mit 14
BeitragVerfasst: 4. Nov 2009 18:22 
  
Wobei nicht gesagt ist, dass man als Übergewichtiger und Unsportlicher keine Freunde haben wird. Genauso wenig wie es feststeht, dass gutaussehende Menschen überall beliebt sind. Ich versuche immer dort, wo es möglich ist, auf die mainstream-Klischee-Fallen hinzweisen, denn ich finde, wir geben uns immer viel zu schnell damit ab, dass Andere zum Außenseiter werden und manchmal entsteht der Eindruck, ein Außenseiter sei selbst schuld, dass ihn keiner mag.

Es ist doch sicher überhaupt nicht gesagt, dass Franz aufgrund seiner Unsportlichkeit und aufgrund seines Aussehens so unbeliebt war.


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4. Nov 2009 18:28

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 Betreff des Beitrags: Re: Was wurde aus den Wunderkindern - Abitur mit 14
BeitragVerfasst: 4. Nov 2009 18:28 
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Hallo,

Bettina hat geschrieben:
Franz ist, oder war, motorisch ungeschickt und übergewichtig. So ein Kind braucht gar nicht kognitiv auffällig sein, um den Anschluss zu Gleichaltrigen nicht zu finden und dann vielleicht von sich heraus zu sagen, dass er sowieso kein Interesse hat.

das denke ich auch. Ob es wirklich so ist, dass die Klassenkameraden, wie beschrieben, neidisch auf seine Noten sind, weiß man nicht. Aber ich denke auch, dass der junge Mann verständlicherweise das ein oder andere Schutzschild um sich herum aufgebaut hat.

Um nochmals auf die Ursprungsfrage einzugehen, wie man sich den Werdegang so eines intelligenten jungen Menschen vorstellt. Die Frage ist ja vielleicht weniger, wie viele Titel er hat (ok, offensichtlich weniger als geplant), sondern ob er zufrieden ist mit dem, was er erreicht hat. Für mich gilt: Intelligenz ist letztendlich das, was man daraus macht. Dies muss aber nicht zwingend für andere richtig sein, sondern in erster Linie für mich selbst; und dadurch im besten Fall auch für andere.

iris33 hat geschrieben:
Wobei nicht gesagt ist, dass man als Übergewichtiger und Unsportlicher keine Freunde haben wird.

Ein Kind, das auffällig dick ist, hat es erst mal schwerer als ein "normal schlankes". Was aber nicht heißt, dass ein dickes Kind nicht auch einen "dicken Freund" ( ;-) ) haben kann. Ich denke darüber brauchen wir hier nicht zu diskutieren.

Lg

Anni


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4. Nov 2009 18:38

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 Betreff des Beitrags: Re: Was wurde aus den Wunderkindern - Abitur mit 14
BeitragVerfasst: 4. Nov 2009 18:38 
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Iris33 hat geschrieben:
Wenn mein Kind in seiner Klasse Außenseiter wäre, würd ich ggf. darüber nachdenken.


Tja... Was ist ein Außenseiter? - Wer definiert das? - Ab welchen Abweichungen von was auch immer ist dieses Attribut zutreffend?

Man muss höllisch aufpassen, dass man weder Druck zum "Normalsein" erzeugt, noch übermäßigen Ehrgeiz belohnt. Aber man muss es auch wagen, den Leidensdruck herauszunehmen, wenn die Individualität es doch nötig macht... Das ist ein extrem schwieriges Thema, bei dem man nichts von Fall zu Fall kopieren kann.

Viele Grüße von Marius


Zuletzt geändert von Marius am 5. Nov 2009 09:14, insgesamt 1-mal geändert.

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4. Nov 2009 19:06

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 Betreff des Beitrags: Re: Was wurde aus den Wunderkindern - Abitur mit 14
BeitragVerfasst: 4. Nov 2009 19:06 
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Hallo Marius,

ich denke, ein sehr junges Mädchen hat es da im allgemeinen leichter - vom Reifegrad unterscheiden sich 14jährige Mädchen nicht so stark von 19jährigen Jungen wie umgekehrt, und vom Aussehen her unterscheiden sich 14jährige Mädchen weit weniger von 19jährigen Mädchen als 14jährige Jungen von 19jährigen Jungen...

Wenn der mit Abstand (5 Jahre...) Jüngste ein Junge ist, sind ihm die Mädchen in "seiner" Klasse in puncto Reife ganz weit enteilt, und auch die 5 Jahre älteren Jungs werden körperlich und sozial-emotional deutlich weiter entwickelt sein...

LG
aspiema


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4. Nov 2009 19:52

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 Betreff des Beitrags: Re: Was wurde aus den Wunderkindern - Abitur mit 14
BeitragVerfasst: 4. Nov 2009 19:52 
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aspiema hat geschrieben:
ich denke, ein sehr junges Mädchen hat es da im allgemeinen leichter


Ja, sicher. Das hatte ich ja in umgekehrter Weise auch ins Feld geführt. Diese Information dürfte nun aber einen Jungen, die in dieser Lage steckt, nicht trösten... Die entscheidende Frage ist ja, worin das "Es-schwerer-haben" genau begründet ist. Eine helfende Hand, eine Umgebung ohne Mobbing, eine Handvoll wohlwollende Menschen darin und ein paar gangbare Alternativen zur Linderung sozialer Problemchen (unter Ausschluss der Öffentlichkeit) könnten ja durchaus dazu führen, dass auch ein junger Schüler unbeschadet diese Zeit überlebt... Oder ist das bei unserem Schulsystem eine irrealistische Vorstellung?

Viele Grüße von Marius


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4. Nov 2009 20:12

 Betreff des Beitrags: Re: Was wurde aus den Wunderkindern - Abitur mit 14
BeitragVerfasst: 4. Nov 2009 20:12 
  
Kommt vielleicht darauf an, was man mit "unbeschadet" meint. Ich denke, es ist nicht zu viel verlangt von der Umwelt, sich jedem Menschen gegenüber fair zu verhalten. Und wenn doch, sollte man da an den Ursachen arbeiten und wie du sagst, eine helfende Hand reichen.

Andererseits: Was soll ein kindlicher 12Jähriger unter lauter pubertierenden 14Jährigen (oder noch extremer)? Dass der dann dort nur Gast ist, ist eigentlich selbstverständlich. Ich denke, man darf den sozialen Kontext nicht vergessen. Ein Kind, das keine Freunde hat (und darunter leidet), ist ein unglückliches Kind, egal, ob es das Abi schon im Mutterleib in der Tasche hat oder nicht.


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4. Nov 2009 20:35

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 Betreff des Beitrags: Re: Was wurde aus den Wunderkindern - Abitur mit 14
BeitragVerfasst: 4. Nov 2009 20:35 
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Zitat:
Die entscheidende Frage ist ja, worin das "Es-schwerer-haben" genau begründet ist.

In der Biologie: eben im von außen viel deutlicher erkennbaren Unterschied zu den 5 Jahre Älteren, der bei "sehr jungen Jungen" erst an der Uni zu diesem Idealergebnis führen würde:
Zitat:
Ich kann natürlich nicht sagen, ob es in allen Fällen so kommt, dass ein Unbeteiligter schließlich die Altersdifferenz nicht mehr sehen würde.


Es ist halt bei Jungen, mehr noch als bei Mädchen, ein ständiges Abwägen, wo das "kleinere Übel" liegt. Meine Schmerzschwelle wäre bei 5 Jahren Abstand weit überschritten - der Spagat für mich als Mutter einfach zu groß.

LG
aspiema


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