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Eine Schule für alle?

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11. Feb 2013 15:13

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 Betreff des Beitrags: Eine Schule für alle?
BeitragVerfasst: 11. Feb 2013 15:13 
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Ein nachdenklich machender Film über NRWs Inklusionsbestrebungen...

Gruß

Ubi

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12. Feb 2013 15:33

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Schule für alle?
BeitragVerfasst: 12. Feb 2013 15:33 
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Der Film bestätigt meine Befürchtungen.


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12. Feb 2013 22:28

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Schule für alle?
BeitragVerfasst: 12. Feb 2013 22:28 
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Die Nachdenklichkeit kommt bei mir eher daher, dass einerseits die Ressourcen (ausgebildete Lehrer, Sonderpädagogen, Erzieher aber auch Räume) nicht zur Verfügung stehen und andererseits der Druck der Eltern enorm steigt. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Inklusion funktionieren kann, aber eben nur mit Team-Teaching und Differenzierungs- und Rückzugsräumen. Wir der Prozentsatz der Förderkinder aber zu hoch, bricht das System schnell zusammen. Bezeichnend war ja die zum Ende des Films gezeigte Konferenz. Mal alle Kinder mit Förderbedarf auf die Sekundarschule... So wird es auf jeden Fall nicht gehen!

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13. Feb 2013 08:23

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Schule für alle?
BeitragVerfasst: 13. Feb 2013 08:23 
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Inklusion scheitert hier wie dort an den Mitschülern und vor allem den Eltern der gesunden Kinder... da ist noch ein langer Weg zu gehen.

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13. Feb 2013 15:27

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Schule für alle?
BeitragVerfasst: 13. Feb 2013 15:27 
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echomaker hat geschrieben:
Inklusion scheitert hier wie dort an den Mitschülern und vor allem den Eltern der gesunden Kinder... da ist noch ein langer Weg zu gehen.


Das würde ich so nicht stehen lassen wollen. An den MItschülern liegt es nicht, da kann man viel erreichen. Die Eltern sind schon eher ein Problem, dem man aber begegnen kann, wenn klar wird, das auch Nicht-Förderkinder nicht schlechter gestellt sind oder sogar profitieren. Und da sind wir wieder bei den Ressourcen (Personal und Räume).

Gruß

Ubi

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13. Feb 2013 15:44

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Schule für alle?
BeitragVerfasst: 13. Feb 2013 15:44 
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Jaaa, das ist ein Standardargument. So einfach ist die Welt aber nicht. Für das eigene Kind keine Nachteile zu wollen, halte ich für legitim. Das wäre für mich dann auch nicht das, was ich unter Inklusion verstehe. Nämlich eine Schule für alle, in der jedes Kind zu seinem Recht kommt.

Eltern sind häufig einfach deswegen misstrauisch, weil sie bisher noch nicht die Erfahrung gemacht haben, dass sich jemand außer ihnen selbst um die Bedürfnisse ihres Kindes verantwortlich kümmert. Und reagieren natürlich allergisch, wenn man sie nicht "mitnimmt", sondern ihnen ständig Reformen überstülpt. Genauso wie übrigens auch die Lehrer.

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13. Feb 2013 17:22

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Schule für alle?
BeitragVerfasst: 13. Feb 2013 17:22 
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In UK wie in Deutschland steht Inklusion unter dem Ressourcenvorbehalt. In England GAB es immerhin mal eine Zeit, in der Ressourcen geflossen sind, in Deutschland soll das ja offensichtlich mit Bordmitteln, i.e. durch die bereits vorhandenen Förderlehrer, die dann halt herumreisen und x Schulen betreuen, bestritten werden - ein derartig schwachsinniges Konzept habe ich selten gehört - 4 Stunden pro Kind und immer wenn man gebraucht wird, ist man gerade an der anderen Schule... Kann so nicht gehen.
In England kommen nach wie vor die größten Proteste von den Eltern - und hier ist Inklusion nichts Neues. Hier läuft es halt seit Jahren so, dass die Proteste nicht abreißen. Nur, weil man alle in einer Klasse hat, heißt das nicht, dass alle glücklich damit sind. Drunter leiden tun am meisten die, die von den Eltern und Mitschülern als Bremsen empfunden werden, und da hilft auch das allergrößte Engagement der wirklich inklusionswilligen Kollegen nicht.
In Deutschland scheint mir das Ganze noch mehr aufs Scheitern angelegt zu sein, schon strukturell ...

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13. Feb 2013 17:43

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Schule für alle?
BeitragVerfasst: 13. Feb 2013 17:43 
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Ja und nein. In Deutschland gibt es da wie immer kein allgemeingültiges Konzept. Jedes Bundesland macht das anders. Und es würde mich wundern, wenn das in Groß-Britannien nicht auch so wäre. Ansonsten habe ich keinerlei Vorstellung von Förderschulen in anderen Ländern. Und möchte mich auch eigentlich nicht damit befassen. Das wird mir zu umfangreich.

Ich denke, wir sollten da erst einmal vor der eigenen Tür kehren.

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13. Feb 2013 18:15

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Schule für alle?
BeitragVerfasst: 13. Feb 2013 18:15 
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Ubi hat geschrieben:
Die Nachdenklichkeit kommt bei mir eher daher, dass einerseits die Ressourcen (ausgebildete Lehrer, Sonderpädagogen, Erzieher aber auch Räume) nicht zur Verfügung stehen und andererseits der Druck der Eltern enorm steigt. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Inklusion funktionieren kann, aber eben nur mit Team-Teaching und Differenzierungs- und Rückzugsräumen. Wir der Prozentsatz der Förderkinder aber zu hoch, bricht das System schnell zusammen. Bezeichnend war ja die zum Ende des Films gezeigte Konferenz. Mal alle Kinder mit Förderbedarf auf die Sekundarschule... So wird es auf jeden Fall nicht gehen!

Nein, das sind einige wenige Eltern, die seit Jahren Druck machen. Viele Eltern behinderter Kinder haben eher die Angst, dass die Förderschulen, die gute Arbeit leisten, schließen und ihre Kinder zur Inklusion verdonnert werden.


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13. Feb 2013 18:36

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Schule für alle?
BeitragVerfasst: 13. Feb 2013 18:36 
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Das stimmt. Ich habe erweiterte Familie mit einem mehrfach behindertem Kind in Hessen und die hatten bisher eine tolle Schule, wo viele Dinge abgefangen werden konnten, die an bicht dafür eingerichteten Schulen mit ein paar Stunden Zuweisung niemals gehen könnten - das Kind würde da - egal bei wie viel gutem Willen - umtergehen. Was aus der Schule wird, ist noch unklar.

Aber ich höre auch von Bekannten, die keine behinderten Kinder haben, dass sie und viele andere sich regelrecht fürchten vor gemeinsamer Beschulung. Vor allem bei Lerbehinderung und emotionalen Störungen.

Was wir hier auch kennen, ganz massiv, ist der Vorwurf der Bevorteilung der special needs kids, wegen deren Nachteilsausgleich. Das hat dann oft den Effekt, dass diese Kinder völlig isoliert sind, sobald kein Lehrer die Situation kontrolliert (was ja eh nur begrenzt möglich ist), wie es ja auch in dem Film bei dem einen Mädchen gezeigt wurde. Ich befürchte, dass das in der Praxis noch ganz schön übel für die "inkludierten" werden kann, denn auch in Deutschland ist das Rennen um die guten Noten ja recht unerbittlich. Ich bon eigentlich als Fan der Inklusionsidee nach England gezogen, stelle aber immer weiter fest, wie die meisten Kollegen, dass das mit einer kapitalistischen Leistungsgeselkschaft so eine Sache ist ...

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