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Alltag eines Wunderkindes

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18. Aug 2013 13:47

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 Betreff des Beitrags: Re: Alltag eines Wunderkindes
BeitragVerfasst: 18. Aug 2013 13:47 
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Michaela spricht da einen interessanten Aspekt an.
In unserem Sportverein sind z.B. viele russische Eltern, die eine ganz andere Einstellung zu Leistung und Disziplin haben. Ihre Kinder scheinen nicht unglücklich zu sein.

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Es handelt sich hierbei um meine rein persönliche Meinung ohne Anspruch auf objektive Wahrheit.
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18. Aug 2013 15:13

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 Betreff des Beitrags: Re: Alltag eines Wunderkindes
BeitragVerfasst: 18. Aug 2013 15:13 
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Ob Kinder glücklich oder zumindest "nicht unglücklich" wirken, sagt leider nicht viel darüber aus, ob die Erziehungsvorstellungen ihrer Eltern ihnen langfristig guttun werden.

Besonders leid tut mir nach wie vor Letizias kleiner Bruder. Der ja schon mit 18 Monaten Leseunterricht im Gitterbettchen bekam. Mit 4 1/2 stockend lesen zu können, wenn man seit drei Jahren täglich lesen üben muss, ist sicher kein Beweis für Hb.

Ich frage mich, wie die Eltern reagieren, falls er beim geplanten IQ-Test mit 6 Jahren niedriger als die Schwester abschneidet...darf er dann ein normales Kind mit musikalischer Begabung sein, oder muss er dann erst recht und noch mehr "gefördert" werden?

LG
aspiema


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18. Aug 2013 15:52

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 Betreff des Beitrags: Re: Alltag eines Wunderkindes
BeitragVerfasst: 18. Aug 2013 15:52 
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aspiema hat geschrieben:
Ich frage mich, wie die Eltern reagieren, falls er beim geplanten IQ-Test mit 6 Jahren niedriger als die Schwester abschneidet...darf er dann ein normales Kind mit musikalischer Begabung sein, oder muss er dann erst recht und noch mehr "gefördert" werden?


Die Frage stellt sich mir auch. Oder was passiert, wenn Laetitia (die ja offenbar mit 5 getestet wurde) die hohen Werte nicht mehr erreichen sollte (aber man muss natürlich auch nicht noch mal testen...)?

Man sieht, dass hohe Leistung (Klavierspielen) nur durch hohen Übeaufwand erreicht werden kann, was ja auch nicht wirklich neu ist. Wie wir schon ein paarmal hier beschrieben hatten: einen hervorragenden Musiker bekommt man nur, wenn man von Kindesbeinen an übt, übt und übt. Tatsächlich eher ein "russischer" Ansatz. Wie man das als Betroffener erlebt, hat David Garret ja in einigen Interviews beschrieben. Und nur wenige schaffen es dorthin, wo er steht. Letztendlich muss das jede Familie selber wissen.

Eine Privatschule mit fast nur Jungen und immer noch die Jüngste? Ich hoffe, das Mädchen hat irgendwo noch Kontakt zu anderen (gleichaltrigen) Mädchen...

Mich stört eher die Öffentlichkeit der Familie. Was ist, wenn die Kinder später mal den Ansprüchen der Eltern nicht genügen können und jeder kann das googlen?

Gruß

Ubi

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Die Jugend verachtet die Folgen, darauf beruht ihre Stärke. (Martin Kessel)


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18. Aug 2013 18:21

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 Betreff des Beitrags: Re: Alltag eines Wunderkindes
BeitragVerfasst: 18. Aug 2013 18:21 
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Was diesmal zu sehen war, war mir dann schon mehr verständlich. Obwohl man es ja damals vermuten konnte.
Sie haben sich für eine Musikerkarriere entschieden. Wenn man sich etwas in der Szene auskennt, weiß man, dass das jetzt so ungewöhnlich nicht ist, da trifft man auf recht viele kindliche Profis.
Das sind jetzt keine absolut ungewöhnlichen Leistungen, wenn man die in der Reportage präsentierten Musikerfolge mal nachliest, da waren auch andere Kinder dabei in derselben Liga.
Und da die Familie scheints selbst keine Musikerfamilie ist, ist das auch nicht so einfach, da überhaupt den Anschluss zu bekommen.
Es ist keineswegs mit täglichem stundenlangem Üben getan, man benötigt die richtigen Instrumente und vor allem die richtigen Lehrer, um da weiter zu kommen. Das ist sehr teuer, erfordert hohen Aufwand und Einsatz.
Und die Lehrer müssen auch noch daran interessiert sein, das Kind zu unterrichten. Das ist dann natürlich mit Auftritten und Öffentlichkeit und Werbewirksamkeit/Werbetrommel verbunden. Das ist ja kein Musikschulenniveau mehr.

Andererseits muss natürlich auch noch eine außergewöhnliche musikalische Begabung hinzutreten, auch ein David Garret ist nicht nur durch stundenlanges Üben zu einer Marke geworden. Und hätte auch nicht entsprechende Lehrer gefunden, die ihn dahin gebracht haben, sich entsprechend musikalisch entwickeln zu können.

Es ist aber schon so, dass in dem Bereich die Tür, ein außergewöhnliches Talent später mal erfolgreich in seinem Berufsalltag ausleben zu können, altersmäßig sehr früh zugeht.
Weil die Leistungsspitze so groß ist.
Das wird bei sportlichen Talenten ebenso sein.
Schnell denken kann man in vielen Berufen ausüben. Für Mozart leben nicht.
Von daher ist es für Eltern mit ungewöhnlich talentierten Kindern schon eine sehr, sehr schwierige Entscheidung, welcher Weg da der richtige ist. Da steht man sehr früh am Scheideweg.

Kurios, und für mich dann endgültig die Grenze zur Realsatire bei der Reportage überschritten, fand ich den "klügsten Mann Europas" (oder so ähnlich) mit dem IQ von 198.
Der "bereits über 20 Intelligenztests absolviert" hat, dafür fand ich "198" eigentlich noch schwach. Wenn er ein gutes Gedächtnis hat, die Aufgabentypen sind doch alle gleich. Wahrscheinlich hat der bei seinen Testdurchführungen noch ein paar Aufgaben dazugeschrieben, um Bonuspunkte zu bekommen :lol:........

Aber hat mich ungemein beruhigt, diese Szene, wo er seiner Frau den Einkaufszettel umschreibt, in der Reihenfolge, in der die Produkte im Supermarkt in den verschiedenen Gängen aufgestellt sind, und sie andächtig zuguckt dabei.

Ich gehe ohne Einkaufszettel einkaufen und habe den Weg durch unseren Markt bislang stets ohne Hilfe gefunden. Wahrscheinlich habe ich einen IQ von 250 :lol: .

Aber ich kenne auch etliche Nachbarinnen, die das schaffen :-! ?

LG, Ida


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18. Aug 2013 19:21

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 Betreff des Beitrags: Re: Alltag eines Wunderkindes
BeitragVerfasst: 18. Aug 2013 19:21 
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Freud hat geschrieben:
Ich gehe ohne Einkaufszettel einkaufen und habe den Weg durch unseren Markt bislang stets ohne Hilfe gefunden. Wahrscheinlich habe ich einen IQ von 250 :lol: .

Aber ich kenne auch etliche Nachbarinnen, die das schaffen :-! ?


Äh ja, zumal die Supermärkte ja alle gleich aufgebaut sind, damit man sich nicht verläuft...

Die Frau war doch gut, sie hat doch gesagt, dass sie sich eh nicht dran hält. Verstehen kann man's... :mrgreen:

Gruß

Ubi

P.S. Was die Musikerkarriere angeht und die Dichter der Leistungsspitze: da hast du absolut Recht, Ida.

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18. Aug 2013 19:30

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 Betreff des Beitrags: Re: Alltag eines Wunderkindes
BeitragVerfasst: 18. Aug 2013 19:30 
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Zitat:
P.S. Was die Musikerkarriere angeht und die Dichter der Leistungsspitze: da hast du absolut Recht, Ida.


Muss man als Dichter auch schon so früh anfangen, wenn man es in die Leistungsspitze schaffen will? :-!

Was mich wundert, ist, dass beide Kinder Klavier lernen. In Musikerfamilien werden Geschwister eher an unterschiedliche Instrumente herangeführt, da hätte der Kleine ja Letizias alte Geige übernehmen können...

LG
aspiema


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19. Aug 2013 09:14

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 Betreff des Beitrags: Re: Alltag eines Wunderkindes
BeitragVerfasst: 19. Aug 2013 09:14 
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aspiema hat geschrieben:
Zitat:
P.S. Was die Musikerkarriere angeht und die Dichter der Leistungsspitze: da hast du absolut Recht, Ida.


Muss man als Dichter auch schon so früh anfangen, wenn man es in die Leistungsspitze schaffen will? :-!

Was mich wundert, ist, dass beide Kinder Klavier lernen. In Musikerfamilien werden Geschwister eher an unterschiedliche Instrumente herangeführt, da hätte der Kleine ja Letizias alte Geige übernehmen können...

LG
aspiema

Das ist ja auch gleichzeitig wohl deren Problem: Sie sind keine Musikerfamilie. Und da zu Spitze zu kommen ist extrem schwierig. Ich kenne keinen Musiker, der Weltspitze ist und dessen Familie keinen musikalischen Hintergrund hat.
Und diese spezielle Familie hat es sich wohl zur Lebensaufgabe gemacht, ihre Kinder zu trimmen. Das ist schlimm für die Kinder.


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19. Aug 2013 10:03

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 Betreff des Beitrags: Re: Alltag eines Wunderkindes
BeitragVerfasst: 19. Aug 2013 10:03 
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Hallo,

die Wahrnehmung der Mutter finde ich recht interessant (beim Lesen üben mit dem Sohn):

Zitat:
"Früher hat er die gesamten Buchstaben zusammen gezogen und jetzt sind wir auf dieses Silbenbuch umgestiegen... aber das ist jetzt nicht, dass wir das forcieren würden."
Nee, wie ab 02:15 aus der Rückblende im Gitterbett zu sehen, kam das völlig von alleine. *ironie off*

Wie kann man sich eigentlich erklären, dass zum Stunden entfernten Musikunterricht Mama und Papa mit nebendran sitzen? Offensichtlich haben die bis auf die Vermarktung ihrer Kinder nicht viele Aufgaben. Und was sie bei ihrem Sohn mit dem Konzept "Homeschooling bis weit über das Schuleingangsalter und dann Sprung in die dritte Klasse" bezwecken ist mir auch unklar. Offensichtlich liegt ihnen sehr viel daran, ihre Kinder in exponierte Positionen zu bringen und so wenig wie möglich auf ein "normales" Leben vorzubreiten. Das muss man wollen. Mal sehen, ob ihnen das nicht irgend wann mal auf die Füße fällt.

Was den Einkaufsplaner Herrn Wolf betrifft - ich finde das Beispiel vom Einkaufen etwas freudlos - der Begriff zwanghaft wäre vielleicht schon etwas zu viel. Um einen Einkauf nach zu Regeln der Regalaufteilung abzuarbeiten, dazu gehört nun wirklich kein exorbitant hoher IQ, zumal die meisten Supermärkte ja nach ähnlichen Prinzipien aufgeteilt sind. Ob ich intuitiv einkaufe oder streng nach Plan hat eher was mit meiner verfügbaren Zeit zu tun als mit Organisationsfähigkeit oder Intelligenz. Wohlwissend, dass man sich beim intuitiven Einkaufen leichter mal verleiten lässt, genieße ich es, mich beim Einkaufen auch mal inspirieren zu lassen. Herr Wolf ist der Schreck der Ladenbesitzer und ich habe Verständnis für seine Frau, die sich ihm widersetzt. :mrgreen:

Lg

Anni


Zuletzt geändert von anni11 am 19. Aug 2013 11:25, insgesamt 1-mal geändert.

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19. Aug 2013 11:40

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 Betreff des Beitrags: Re: Alltag eines Wunderkindes
BeitragVerfasst: 19. Aug 2013 11:40 
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anni11 hat geschrieben:
Wie kann man sich eigentlich erklären, dass zum Stunden entfernten Musikunterricht Mama und Papa mit nebendran sitzen?

Da muss man schon ein bisschen Einsatz und Engagement zeigen. Kontakte sind in dem Business alles- wenn man keine hat.
Und dann gibt es bei, wie ich verstanden habe, nur einer wöchentlichen Stunde (?) natürlich auch Übungshinweise, die dann zuhause umzusetzen sind.
Abgesehen davon war es ein Fernsehaufnahmentermin mit einem Vierjährigen.
Ich denke, da will man als Eltern schon dabei sein. Das finde ich normal.

LG, Ida


Zuletzt geändert von Freud am 19. Aug 2013 12:18, insgesamt 1-mal geändert.

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19. Aug 2013 14:27

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 Betreff des Beitrags: Re: Alltag eines Wunderkindes
BeitragVerfasst: 19. Aug 2013 14:27 
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Endlich mal eine Mutter, mit der ich mich identifizieren kann :-)

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