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Egal. Schule ist eben langweilig???

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15. Jul 2014 13:41

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 Betreff des Beitrags: Egal. Schule ist eben langweilig???
BeitragVerfasst: 15. Jul 2014 13:41 
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Hallo zusammen,

wir hatten heute den ersten Therapie Termin für unseren 10jährigen. Er fühlt sich so anders und nicht so angenommen wie er ist. Verstellt sich immer um zu gefallen. Er ist unglücklich.

Nun hat er einen Therapieplatz, wir sind gerade von dem ersten Termin wieder da. Gleichzeitig wird er bei einer Diagnostik Stelle durchgetestet, bei der wir uns sehr verstanden fühlen.
Nun begrüßt uns die Therapeutin heute, ich weiß noch nicht ob ich sie mag, mit den Worten, dass sie das richtig doof findet, dass er nochmal getestet wird, das sei immer so eine Belastung für das Kind. Das hat mein Sohn gleich verneint, das macht so Spaß =)

Jetzt sagt sie: Wir müssen den jungen Mann glücklicher bekommen, Schule ist egal, ist halt langweilig (unser Sohn hat bislang die Schule Spaß gemacht, er hatte gute bis sehr gute Zensuren, nur ist er nun so gelangweilt, dass er abschaltet, träumt, Aufgaben nicht mehr richtig liest und nun alles zwischen 5 und 3 schreibt, was ihn sehr unglücklich macht), das müssen Eltern und Lehrer jetzt akzeptieren. Er muss nur auf dem Gymnasium bleiben???
Er muss noch 7 Jahre zur Schule gehen... wir können das jetzt doch nicht einfach ignorieren. Ich glaube nicht, dass er zufriedener ist, wenn er sich jetzt hängen lässt. Schule ist halt langweilig, egal!

Was meint ihr dazu?

_________________
Steff132 mit Sohn (11.03) und Tochter (03.07)


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15. Jul 2014 14:33

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 Betreff des Beitrags: Re: Egal. Schule ist eben langweilig???
BeitragVerfasst: 15. Jul 2014 14:33 
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Aber wie soll er denn die nächsten 7 Jahre durchhalten, wenn zur Schule zu gehen so blöd für ihn ist?
Wie wird er dann glücklich ?
Und vor allem, wie soll das mit den Lehrern funktionieren? Für die zählt nur das schriftliche. Wenn er jetzt vor langeweile 4er und 5er schreibt, werden die ihn nicht versetzen.

Außerdem ist er so glücklich, wenn er komplizierte Sachen machen darf...

_________________
Steff132 mit Sohn (11.03) und Tochter (03.07)


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15. Jul 2014 14:45

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 Betreff des Beitrags: Re: Egal. Schule ist eben langweilig???
BeitragVerfasst: 15. Jul 2014 14:45 
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Steffi, Schule ist auch die nächsten sieben Jahre wahrscheinlich langweilig. Was willst du da noch alles anleiern. Es reicht wenn er so viel macht das er die Schule nicht verlassen muss. Alles andere ist ein Luxusproblem. Er soll sich was für die Freizeit suchen was ihn auslastet und glücklich macht. An dem Schulstoff wirst du nichts ändern können.

Warum signalisierst du deinem Sohn das mit ihm etwas nicht stimmt nur weil er bereits begriffen hat das er mit minimalen Aufwand auch ans Ziel kommt? Was glaubst du wen die Noten von Klasse 1-9 jemals interessieren? Schule ist doch nicht sein Leben.

_________________
Gruß
Kuranda99


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15. Jul 2014 14:52

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 Betreff des Beitrags: Re: Egal. Schule ist eben langweilig???
BeitragVerfasst: 15. Jul 2014 14:52 
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Hallo,

ich bin ja kein Experte, aber ich denke wie die Familie für sich psychosozial läuft, ist auch ein ganz wichtiger Punkt. Da würde ich den Focus nicht zu stark rein auf die Hochbegabung legen. Nun habe ich von deiner Familie ja noch nicht viel gelesen. Manchmal kann es ja durchaus beginnende Pubertät sein, die zu Schwierigkeiten führt oder innerfamiliäre Probleme, die Kinder gerne in der Schule ausagieren.

Einen Ansatz hat die Therapeutin ja schon angeboten:
Zitat:
Jetzt sagt sie: Wir müssen den jungen Mann glücklicher bekommen
Was macht denn den jungen Mann glücklich?

Liebe Grüsse!
Daphne


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15. Jul 2014 15:46

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 Betreff des Beitrags: Re: Egal. Schule ist eben langweilig???
BeitragVerfasst: 15. Jul 2014 15:46 
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Hallo Steffi,

nach meiner Erfahrung liegt die Schwierigkeit darin, dass sich Schulleben und das Leben außerhalb der Schule gegenseitig beeinflussen.
Läuft es in der Schule nicht gut, egal ob leistungsmäßig oder zwischenmenschlich, zieht das seine Kreise natürlich auch stark hinein ins Familienleben.

Eltern sollten dann versuchen, soviel wie möglich abzufedern. Keine zusätzlichen Belastungen, keine kummervollen Gesichter oder Mitleid, keine großen Gespräche oder Vorhaltungen. Wege aufzeigen, (Nach)hilfe anbieten, zu sozialen Kontakten ermuntern - wenn das in der Klasse nicht klappt, dann außerhalb nach Möglichkeiten suchen.
Die Schule nicht wichtiger machen, als sie ist.

Ubi hat mir vor einigen Jahren mal ein schönes Bild gegeben: Sei deinem Kind eine Burg.



Zitat:
Nun begrüßt uns die Therapeutin heute, ich weiß noch nicht ob ich sie mag...

Mach dein eigenes Gefühl nicht zum Maßstab. Sie ist die Therapeutin deines Sohnes, nicht deine.
Du hast sicher auch Elterngespräche, in denen du den Weg und das Ziel mit ihr besprechen kannst. Es ist wichtig, dabei offen und vorurteilsfrei zu sein.
Du hast die emotionale Bindung zum Kind, aber sie ist der Profi.



Radieschen


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16. Jul 2014 16:58

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 Betreff des Beitrags: Re: Egal. Schule ist eben langweilig???
BeitragVerfasst: 16. Jul 2014 16:58 
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Hallo Steff,

ich hab ja nun aktuell Unterstufe und Mittelstufe hier zuhause. Die Kinder gehen gerne zur Schule, aber nicht wegen des Unterrichtes, spannend ist da nur Austausch mit den Freunden und die AGs sowie die Gruppenarbeiten, Ausflüge, Klassenfahrten etc.. Vom Stoff sind sie nicht gefordert.

Steff132 hat geschrieben:
Außerdem ist er so glücklich, wenn er komplizierte Sachen machen darf...

Das haben wir tatsächlich bis zum heutigen Tage nur in der Freizeit gemacht. Ich könnte mich aus der Schule nicht an ein einziges Beispiel außerhalb von Wettbewerbsteilnahmen erinnern.

Aber das finde ich jetzt nicht so verwunderlich, da die Schule nun nicht speziell zu Unterhaltung meiner Kinder, sondern als Lehrbetrieb für alle Schüler aufgestellt ist.

Was ich sehr wichtig finde, schon zu Grundschulzeiten, aber spätestens Unterstufe, möglichst viele außerschulische Fähigkeiten, Hobbies und Aktivitäten mit festem Charakter zu installieren. Da kann man sich dann dran weiterhangeln und wenn die erstmal älter sind, wollen die selbst bei Interesse nicht mit den Jüngeren und Anfängern eine Aktivität neu erlernend starten.

Desto unausgefüllter die Zeit in der Schule ist, desto wichtiger ist ein spannender Nachmittag/Abend bzw. Wochenende. Das Kind, dem die Schule am leichtesten fällt, hat am meisten außerschulische Termine und Interessen.
Da kann ich manchmal nur mit den Ohren schlackern über die Energie, aber es funktioniert.

Ist doch ganz ideal, wenn die Therapeutin eine andere Sicht aufs Kind und Leben hat als Du. Du brauchst doch Input und neue Gedankenanregungen, wie Ihr das Leben zuhause, die Freizeitaktivitäten und die Schulaktivitäten anders, besser, fruchtbringender gestalten könnt und wie man das umsetzten kann.
Du brauchst ja nicht alles für Dich annehmen, was sie vorschlägt.

Wenn Ihr von vorneherein gleicher Ansichten und Meinungen wärt, könntet Ihr Euch den Weg sparen.

LG, Ida


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16. Jul 2014 18:56

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 Betreff des Beitrags: Re: Egal. Schule ist eben langweilig???
BeitragVerfasst: 16. Jul 2014 18:56 
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Hallo Steff,

Steff132 hat geschrieben:
unser Sohn hat bislang die Schule Spaß gemacht, er hatte gute bis sehr gute Zensuren

ist er nun so gelangweilt, dass er abschaltet, träumt, Aufgaben nicht mehr richtig liest und nun alles zwischen 5 und 3 schreibt, was ihn sehr unglücklich macht
.

Hier würde ich nochmal nachfragend ansetzen.

Hat ihm die Grundschule Spaß gemacht, weil er gute bis sehr gute Noten hatte?
Macht ihn das Gymnasium jetzt unglücklich, weil er mangelhafte bis befriedigende Noten hat?
Ich finde es interessant, dass Du so emotionale Ausdrücke mit Noten verbindest. Wie wichtig sind sie ihm?
Kann er mit Niederlagen nicht umgehen?

Was macht für ihn den Unterschied zwischen Eurer Grundschule und Eurem Gymnasium aus emotional?
Was hat sich geändert?

Im Gymnasium, in dem sich die guten Grundschüler sammeln, ist es natürlich ungleich schwieriger eine gute bis eine sehr gute Note zu erzielen als in der Grundschule, in der sich alle Schüler, ob für den schulischen Unterricht talentiert oder nicht, sammeln. Es gibt mehr Leistungsüberprüfungen, es gibt mehr Fächer, es gibt weniger persönliche Betreuung durch die Lehrkraft.

Aber es kann auch an ganz anderen Faktoren liegen. Die Stoffvermittlung ist anders, die Schwerpunkte liegen theoretischer, es gibt im Laufe des Tages viel mehr Wechsel, es ist alles anonymer.

Nur das der Schulstoff in der Grundschule gestraffter, temporeicher und fordernder war als am Gymnasium würde ich mal ausschließen. Selbstverständlich kann die Unterrichtserteilung als solches schlechter sein. Dann habt Ihr ihn auf einer falschen Schule.

Was war vorher schön, was ist jetzt doof, da würde ich mal drauf ansetzen. Und wenn die Emotion so stark mit involviert ist, auf Bindungen zwischen Lehrkraft und Schüler sowie die Schüler untereinander schauen.

LG, Ida


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17. Jul 2014 08:29

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 Betreff des Beitrags: Re: Egal. Schule ist eben langweilig???
BeitragVerfasst: 17. Jul 2014 08:29 
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Maline hat geschrieben:
Umgekehrt wird meiner Meinung nach ein Schuh draus. Einem glücklichen Kind macht (auch) die Schule nichts aus. Schule ist nicht das Wichtigste im Leben eines Kindes. Und schon gar nicht, wenn es noch so jung ist.

Ich schreibe das aus eigener, leidvoller Erfahrung. Schule war das Zentrum, um das sich alles gedreht hat. Die Schullaufbahnempfehlung, die Legasthenie, die Lehrer. Schule bestimmt heute noch das Verhältnis von uns zu unserem Kind.

Alles Käse gewesen, sage ich heute. Wir hätten zusehen müssen, dass das Kind ein stabiler, selbstbewusster, glücklicher Mensch wird. Dann hätten wir die ganzen anderen Probleme heute nicht. Und in der Schule wäre es auch nicht schlechter gelaufen, wenn wir die Schwerpunkte ganz anders gesetzt hätten.

Dem kann ich nur 100% zustimmen. Den Fokus im Leben bestimmt man überwiegend selbst, vor allem woran man sich / sein Kind misst.

Die Familien, die ausschließlich um de schulische Befindlichkeit der eigenen Kinder kreisen, machen das zum Lebensinhalt, auch ür das Kind. Das ist es aber nicht nur. Und der Druck lässt dann nie nach.

Zitat:
ich hab ja nun aktuell Unterstufe und Mittelstufe hier zuhause. Die Kinder gehen gerne zur Schule, aber nicht wegen des Unterrichtes, spannend ist da nur Austausch mit den Freunden und die AGs sowie die Gruppenarbeiten, Ausflüge, Klassenfahrten etc.. Vom Stoff sind sie nicht gefordert.
So hab ich das überwiegend auch gesehen und das ist auch unter den nicht- Hochbegabten oft das Normale in einem gewissen Alter. Man lernt trotzdem eine Menge, kann man gar nicht verhindern.
Ich hatte dort einfach Austausch, Nestwärme, Kontakte. Und auch genug Anregungen, aus denen ich dann was gemacht habe.

Zitat:
Aber das finde ich jetzt nicht so verwunderlich, da die Schule nun nicht speziell zu Unterhaltung meiner Kinder, sondern als Lehrbetrieb für alle Schüler aufgestellt ist.
Exakt. Und da die Uterhaltungsansprüche/geschmäcker aller Menchen sowas von grundverschieden sind, wird Schule diesesn Anspruch, enn er denn da ist, auch nie erfüllen können. Deshalb ist zu empfehlen, eine solche Erwartung nicht zu schüren und den Fokus auf die machbaren Aspkete zu legen: Freunde treffen, mehr kennen lernen, Austausch, Verabredungen, Input, den man manchmal mag und manchmal nicht, wobei letzteres eben auch normal ist.

Mal so am Rand eund halb zum Thema:
Ein Hochbegabter junger Mann, der bei uns auf der Schule war, kam letztens mal wieder zurück für ein Ballonbauprojekt mit meiner 7.
Der sagte zu einem, der darüber jammerte, dass nicht alle Stunden so spaßig seien, wie das Ballonprojekt, was ganz Interessantes: "Ich habe auch ein paar Jahre gebraucht um zu verstehen, dass die Welt sich nicht ausschließlich um mich und meine Bespaßungs-Erwartungen dreht. Sondern ich gucken muss, wo ich mich in eine Welt einbringen kann, die sich zur Not auch ohne mich weiterdreht. Deshalb bin ich heute hier und baue einen Ballon mit euch. Und was machst du das nächste Mal wenn dir langwelig ist?"
Mein Kleiner guckte ganz schön aus der Wäsche.
Überlegte eine Weile und sprach dann: "Ich könne ja mal fragen ob ich mal selber eine Stunde Untericht machen kann."
Dazu mein Besucher:" Und dann bist du dir sicher, dass diese Stunde allen Spaß macht?"
7klässler: "JaAA!!!"
Beuscher: "Auch den Mädchen, Anna hier und Jessa?!"
7klässler etwas betreten: "Naja...."

Seitdem mault er deutlich weniger. Er will ein Referat über die WM und Qatar machen. :)

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17. Jul 2014 09:12

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 Betreff des Beitrags: Re: Egal. Schule ist eben langweilig???
BeitragVerfasst: 17. Jul 2014 09:12 
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Freud hat geschrieben:
Hat ihm die Grundschule Spaß gemacht, weil er gute bis sehr gute Noten hatte?
Macht ihn das Gymnasium jetzt unglücklich, weil er mangelhafte bis befriedigende Noten hat?
Ich finde es interessant, dass Du so emotionale Ausdrücke mit Noten verbindest. Wie wichtig sind sie ihm?
Kann er mit Niederlagen nicht umgehen?

Was macht für ihn den Unterschied zwischen Eurer Grundschule und Eurem Gymnasium aus emotional?
Was hat sich geändert?


Es war ehr andersherum, ihm hat die Schule Spaß gemacht und dann viel es ihm leicht sich zu konzentrieren und die guten Noten kamen "von ganz alleine"
Die Grundschule, eigentlich nach einem Schulwechsel, die 3 und 4. Klasse, hatte er eine Lehrerin, die ihn so angenommen hat wie er ist. Sie hatte tolle Ideen, seine Interessen und Stärken mit einzubauen. Er hat den normalen Stoff "gerne" mitgemacht, weil er danach z.B. eigene Geschichten schreiben durfte oder gemeinsam mit anderen schnellen Kindern Lesespurabenteuer draußen auf dem Flur machen.

Jetzt ist es ja leider so, dass er sich bei der Mathelehrerin unwohl fühlt, er sagt sie versucht ihn ständig zu verändern (das kann gar nicht sein, dass du das schon verstanden hast... wiederhole das bitte nochmal, so wie alle anderen auch) Er ist ja sowieso wenig bis gar nicht Selbstbewusst und bräuchte vllt. hin und wieder von ihr ein wenig Anerkennung, anstatt nur Kritik. Im ersten Halbjahr sagte sie noch zu ihm, "mensch, der Junge Mann hat immer so origienlle Lösungswege, das macht richtig Spaß mit ihm."
Das hat dch in der Grundschule auch geklappt, und da war die Klasse sogar noch größer...

Es geht uns ja auch gar nicht um die Noten, es ist aber so ein Teufelskreis... Er fühlt sich sowieso schon "anders", er möchte auf keinen Fall negativ auffallen.

Unser Sohn hat überhaupt keine Lust in der Freizeit etwas anderes zu machen als, alleine bolzen im Garten (da haben andere Kinder keine Lust mitzumachen, weil er neben bei mit Zettel und Stift den Manager macht) Computer spielen und Karten sortieren... Er hat kein Interesse sich zu verabreden...

Was machen eure denn in der Freizeit? Sport? Womit lastet ihr eure Kinder im Kopf Nachmittags aus?

_________________
Steff132 mit Sohn (11.03) und Tochter (03.07)


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17. Jul 2014 10:27

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 Betreff des Beitrags: Re: Egal. Schule ist eben langweilig???
BeitragVerfasst: 17. Jul 2014 10:27 
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Hallo,

Steff132 hat geschrieben:
Die Grundschule, eigentlich nach einem Schulwechsel, die 3 und 4. Klasse, hatte er eine Lehrerin, die ihn so angenommen hat wie er ist. Sie hatte tolle Ideen, seine Interessen und Stärken mit einzubauen.

wünschenswert wäre natürlich eine Lehrerin wie Dein Sohn sie damals hatte, eine Lehrerin, die motivieren kann und offensichtlich die Bedürfnisse jedes Kindes (oder vor allem die flotten) gut befriedigen kann. Das ist aber nicht Schulrealität. Es gibt eben solche und solche Lehrkräfte. Immhin weiß Dein Sohn ja schon, wie Schule sein kann, weil er schon die positiven Seiten gesehen hatte. Richtig problematisch finde ich eher, wenn ein Kind - wie mein Sohn damals - zu Schulbeginn auf eine unbegabte Lehrkraft trifft, weil es dann denkt, SO sei Schule, bzw. dass ES falsch sei, für Schule nicht geeignet. Dein Sohn kann jetzt immerhin abstrahieren und unterschiedlichen Qualitäten in Binnendifferenzierung auf eine Lehrkraft zurückführen und nicht ausschließlich auf sich.

Ich denke mal Dein Sohn hatte durch die gute Lehrkraft viel Bestätigung für seine Leistungsfähigkeit, für den kognitiven Part. Das fehlt ihm jetzt umso mehr, weil er sozial nicht so gut eingebunden scheint. Aber anstatt zu hoffen oder zu fordern, dass das Kind wieder eine Lehrkraft bekäme, die auf seine besonderen Bedürfnisse besondere Rücksicht nähme, würde ich den sozialen Part in Augenschein nehmen, weil das ein Faktor ist, eigentlich fast der einzige, den Ihr beeinflussen könnt.

Wenn Dein Sohn am liebsten alleine spielt, wäre es doch vielleicht gut, ihn immer wieder mit anderen Kindern zusammen zu bringen, immer wieder das Miteinander mit anderen Kinder zu trainieren. In der Schule wird die Fähigkeit zum sozialen Miteinander erwartet, Gruppenarbeit spielt eine immer wichtigere Rolle. Ich kann mir schlecht vorstellen, dass ein Kind ohne gute soziale Kontakte glücklich durch die Schulzeit kommt.

Lg

Anni


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