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Gesamt-IQ über die Zeit - wie verläßlich sind HAWIK etc.

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23. Feb 2015 11:16

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 Betreff des Beitrags: Gesamt-IQ über die Zeit - wie verläßlich sind HAWIK etc.
BeitragVerfasst: 23. Feb 2015 11:16 
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Hallo Ihr Alle,

mal eine Frage zur Interpretation von Veränderungen in IQ-Tests über die Zeit:

Mein Sohn (mehrfach vorgestellt wegen Verdacht ADS, LRS) hat in den verschiedenen IQ-Tests über die Zeit sehr unterschiedliche Ergebnisse gezeigt. Welches soll ich denn nun glauben? Und wie kann man die Diskrepanzen im Profil interpretieren? (Kind ist clever, langsam, leicht ablenkbar, Legastheniker)

Mit 6 Jahren: K-ABC: SED 109, SGD 117, SIF 112, NV 117
Mit 7 Jahren: HAWIK-IV: SV 122, WLD 127, AGD 111, VG 103, Gesamt 122, AFI 128 (Index-Werte)
Mit 8 Jahren: K-ABC: SED 83, SGD 119, SIF 104, NV 112
Mit 9 Jahren: HAWIK-IV: SV 113, WLD 110, AGD 102, VG 83, Gesamt 105, AFI 114 (Index-Werte)

Ist mein Sohn nun so viel "dümmer" geworden, oder wie würden die Test-Experten hier so etwas interpretieren? Ich dachte immer, die Ergebnisse über die Zeit seien einigermaßen stabil? Tests durchgeführt in Uni-Klinik und bei niedergelassenem KJP.

Vielen Dank,

tamaschi


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23. Feb 2015 11:29

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 Betreff des Beitrags: Re: Gesamt-IQ über die Zeit - wie verläßlich sind HAWIK etc.
BeitragVerfasst: 23. Feb 2015 11:29 
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Zu Wiederholungen von IQ-Tests bitte mal hier lesen:

http://www.hochbegabtenhilfe.de/wiederh ... tests.html

Es gibt zum Beispiel Schulen, die jährliche Tests verlangen. Oder sogar noch häufigere.

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23. Feb 2015 11:55

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 Betreff des Beitrags: Re: Gesamt-IQ über die Zeit - wie verläßlich sind HAWIK etc.
BeitragVerfasst: 23. Feb 2015 11:55 
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nepomuk hat geschrieben:
Hallo,

Verwunderlich, warum habt ihr so viele Tests gemacht?

n


Lieber nepomuk,

1. K-ABC: Auf meine Bitte hin kurz vor der Einschulung: Mir wurde von den Erzieherinnen gesagt, mein Sohn würde den Zahlenraum bis 4 nicht überblicken und sei furchtbar langsam und ablenkbar.

2. Hawik: Im Rahmen der ADS-Diagnostik: Keine eindeutige Diagnose.

3. K-ABC: Im Rahmen der LRS-Diagnostik: Diagnose: Schwere Legasthenie.

4. Hawik: Wiedervorstellung zur ADS-Diagnostik, da trotz Nachteilsausgleich keine Verbesserung der Situation. Keine eindeutige Diagnose, aber Medikations-Empfehlung für MPH.

LG

tamaschi


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23. Feb 2015 12:02

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 Betreff des Beitrags: Re: Gesamt-IQ über die Zeit - wie verläßlich sind HAWIK etc.
BeitragVerfasst: 23. Feb 2015 12:02 
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Michaela hat geschrieben:
Zu Wiederholungen von IQ-Tests bitte mal hier lesen:

http://www.hochbegabtenhilfe.de/wiederh ... tests.html

Es gibt zum Beispiel Schulen, die jährliche Tests verlangen. Oder sogar noch häufigere.


Liebe Michaela,

danke, hatte ich gelesen. So eine Entwicklung wie im Beispiel vermute ich auch. Aber im Vergleich zu meinem Kind sind im Beispiel die Ergebnisse ja noch relativ "stabil".

Dass mein Kleiner und ich auch keine Lust mehr auf die blöde Testerei haben, muss ich zugeben. Die Zahlen ändern sowieso nichts. Aber mit jeder Vorstellung ist halt wieder ein neuer Test verbunden.

LG,

tamaschi.


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23. Feb 2015 12:09

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 Betreff des Beitrags: Re: Gesamt-IQ über die Zeit - wie verläßlich sind HAWIK etc.
BeitragVerfasst: 23. Feb 2015 12:09 
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Meiner Meinung nach besagt der Text, dass eine massenhafte Testung keinerlei verlässliche Ergebnisse bringt. Schon gar nicht, wenn es dem Kind nicht so besonders gut geht.

Eine Interpretation all dieser Ergebnisse wird euch also kaum weiterbringen.

Mal ganz davon abgesehen, dass ich so etwas als Mutter nicht zulassen würde.

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23. Feb 2015 12:29

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 Betreff des Beitrags: Re: Gesamt-IQ über die Zeit - wie verläßlich sind HAWIK etc.
BeitragVerfasst: 23. Feb 2015 12:29 
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Michaela hat geschrieben:
Meiner Meinung nach besagt der Text, dass eine massenhafte Testung keinerlei verlässliche Ergebnisse bringt. Schon gar nicht, wenn es dem Kind nicht so besonders gut geht.

Eine Interpretation all dieser Ergebnisse wird euch also kaum weiterbringen.

Mal ganz davon abgesehen, dass ich so etwas als Mutter nicht zulassen würde.



Liebe Michaela,

"nicht zulassen würde"?

hätte ich auch nicht zulassen, wenn ich hätte anders handeln können. Aber wenn ich z.B. den Verdacht auf eine Legasthenie habe (der von der Schule niemals auch nur angedeutet wurde), der sich dann auch eindeutig bestätigt, ich einen Nachteilsausgleich für mein Kind erwirken will und dazu das Schulpsychologische Gutachten brauche, dann bleibt mir leider keine andere Wahl, als mein Kind und mich durch die diagnostische Mühle drehen zu lassen. Diese (Mehrfach-)Diagnostik ist m.E. wirklich völlig sinnlos. Aber so ist leider unser Gesundheits- und Schulsystem gebaut. Ich kann es nicht ändern. Trotzdem frage ich mich, wo die Ergebnisse schon einmal da sind, wie die Experten solche signifikanten Diskrepanzen interpretieren.

Viele Grüße,

tamaschi


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23. Feb 2015 12:54

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 Betreff des Beitrags: Re: Gesamt-IQ über die Zeit - wie verläßlich sind HAWIK etc.
BeitragVerfasst: 23. Feb 2015 12:54 
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Mehrfach-Tests werden manchmal erzwungen, indem bisherige Tester nicht anerkannt werden. Zum Beispiel bei einem testenden Psychologen ein Gutachten der Schulpsychologie gefordert wird oder umgekehrt.

Hier haben die Uni-Klinik und ein niedergelassener Psychiater getestet. Viermal. Das sind Gutachten, die sich auf ziemlich gleicher Ebene abspielen. Die testen dann zwar gerne nochmal. Weil sich das auch so schön abrechnet. Es gibt aber keinen Grund auf vorherige Gutachten zurückzugreifen. Mal davon abgesehen, dass die Tests natürlich so früh waren, dass es eigentlich Stand der Wissenschaft ist, dass sie nicht langfristig gültig sein können.

Trotzdem ist es natürlich grober Unfug, jedes Jahr zu testen. Und weitergebracht hat es euch anscheinend sowieso nicht.

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23. Feb 2015 13:02

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 Betreff des Beitrags: Re: Gesamt-IQ über die Zeit - wie verläßlich sind HAWIK etc.
BeitragVerfasst: 23. Feb 2015 13:02 
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Abrechnungsgründe spielen sicher auch eine Rolle... als Beamte bin ich blöderweise zwangsläufig privat versichert, was immer wieder zu unnötiger Diagnostik führt, wenn man nicht massiv dagegen protestiert...


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23. Feb 2015 13:08

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 Betreff des Beitrags: Re: Gesamt-IQ über die Zeit - wie verläßlich sind HAWIK etc.
BeitragVerfasst: 23. Feb 2015 13:08 
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Nein. Weitergebracht hat uns bisher nichts von dieser Diagnostik. Höchstens manche meiner Vermutungen bestätigt, aber dazu hätte ich die Diagnostik nicht gebraucht.


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23. Feb 2015 13:24

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 Betreff des Beitrags: Re: Gesamt-IQ über die Zeit - wie verläßlich sind HAWIK etc.
BeitragVerfasst: 23. Feb 2015 13:24 
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tamaschi hat geschrieben:
Nein. Weitergebracht hat uns bisher nichts von dieser Diagnostik. Höchstens manche meiner Vermutungen bestätigt, aber dazu hätte ich die Diagnostik nicht gebraucht.


Das wunder mich jetzt. Weitergebracht hat es Euch doch insofern, als eine Legasthenie bestätigt wurde. Das ist doch schon mal eine wichtige Information.
Was die ADS angeht, hat es Euch leider erstmal nur an den Punkt gebracht, dass es weder sicher bestätigt noch sicher ausgeschlossen werden kann.

Wobei ich dazu noch was nachtragen möchte. Auch Legasthenie kann wie ADS aussehen (hatten wir im Bekanntenkreis). Da in der Schule sehr viel mit Schriftlichem gearbeitet wird (Arbeitsblätter, Hefte etc.), kann das das Kind eine enorme Konzentration kosten (im Vergleich mit Kindern, die diese Probleme nicht haben). Davon braucht es öfter als ein "normales" Kind eine Pause, die dann so aussieht, als ob es sich wegträumt.

So ganz verstehe ich die Mehrfachtestungen auch nicht, wenn kein Gutachten von einem speziellen Schulpsychologen verlangt wurde.

Wir haben das vor 1,5 Jahren durch. Test wegen Verdacht auf Legasthenie, Ausschluss anderer Dinge (wie ADS, ADHS etc.). Vorausgegangen mindestens ein Vierteljahr heftige Panik, die Schule überhaupt zu betreten. Beim K-ABC kam im Schnitt "nur" 110 raus, was bei dem Kind einige Leute erstaunte. Psychiater meinte dann sowas wie "naja, wenn man gründlicher testet, kommt da vermutlich was höheres raus, der K-ABC ist ja eher ein Entwicklungstest, aber die Legasthenie ist ja auch mit dem Wert ohnehin bestätigt, genauer müssen wir es ja gar nicht wissen. Auch der Wert sagt ja schon, dass er unter den 5-7 schlausten Schülern seiner Klasse ist, das reicht ja schon".

Genau darum geht es doch bei der Testerei. Was für eine Zahl da genau rauskommt, ist doch nicht so wahnsinnig relevant. Relevant ist doch eher die qualitative Aussage, dass das Kind schlau genug ist, dass es im Prinzip in der Lage sein müsste, im vorderen Drittel oder Viertel seiner Klasse mitzuschwimmen. Und dass irgendwas anderes nicht stimmt, wenn das nicht gelingen will.


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