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Schau mir in die Augen, Kleines!

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1. Nov 2012 21:29

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 Betreff des Beitrags: Re: Schau mir in die Augen, Kleines!
BeitragVerfasst: 1. Nov 2012 21:29 
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Freud hat geschrieben:
Ich finde solche Forschungen schon sehr wichtig und überhaupt nicht lächerlich.

Man kann gar nicht genügend betonen, wie wichtig die echte menschliche Interaktion mit dem Kind nicht nur für die kognitive, sondern auch für die emotionale Entwicklung gerade im Baby- und Kleinkindalter ist.

Mag sein, aber Forschung muss ergebnisoffen sein.
Mag ja auch sein, dass (irgendwann) der Punkt erreicht ist, wo die Software/Hardware-Kombination besser ist.
Und sei es (vorerst) nur ergänzend oder in Sonderfällen.

Ich persönlich sehe freilich beim Computereinsatz selbst in Grundschulklassenzimmern keinen Vorteil - außer der absehbaren Kostenersparnis.

- Martin

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Und wo lassen Sie denken?


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2. Nov 2012 13:37

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 Betreff des Beitrags: Re: Schau mir in die Augen, Kleines!
BeitragVerfasst: 2. Nov 2012 13:37 
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Hallo Martin,

Menschen sind von Natur aus extrem anpassungsfähig. Man kann also ebenso gut Physiklehrer im Gymnasium wie Kohortenführer in WoW werden. Dieser Vorteil wird über den Nachteil erkauft, dass Babys fast nichts an vorgegebenen Verhaltensmustern mitbekommen und sich alles weitere im Verlauf einer beispiellos langen Kindheit aneignen müssen. Das einzige "Programm" von Säuglingen - sozusagen das "BIOS" (biologically intrinsic orientation sensastion ;-) ) betrifft soziale Bindungen. Diese sind für einen Säugling, der ansonsten hilflos ist, eben überlebenswichtig. Logischerweise ist dieser früh funktionierende Informationskanal auch zugleich dass Portal der übrigen Erfahrungswelt.

Es ist durchaus wichtig, dass Eltern um diese Bewandnis wissen, bevor sie versucht sind, die Teletubbies anzuknipsen... Aber dahingehend sind wir uns ja eh einig. Aber parallel zu unserer Meinung hier laufen eben auch die Bemühungen der Medienindustrie um die frühe Kundenbindung auf Hochtouren...

Viele Grüße von Marius


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3. Nov 2012 16:06

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 Betreff des Beitrags: Re: Schau mir in die Augen, Kleines!
BeitragVerfasst: 3. Nov 2012 16:06 
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Hallo,

Marius hat geschrieben:
Aber parallel zu unserer Meinung hier laufen eben auch die Bemühungen der Medienindustrie um die frühe Kundenbindung auf Hochtouren...

Genau. Für die Medienwelt sind die ersten drei Jahre eines Kindes bislang verlorenes Kapital. Das muss man dringend ändern. ;-)

Die einen Eltern nutzen es dann vielleicht im Kampf um bestmögliche Chancen für ihre Kinder, andere vielleicht, um sich weniger selbst kümmern zu müssen.

Lg

Anni


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3. Nov 2012 21:52

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 Betreff des Beitrags: Re: Schau mir in die Augen, Kleines!
BeitragVerfasst: 3. Nov 2012 21:52 
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Hallo Marius,

Marius hat geschrieben:
Menschen sind von Natur aus extrem anpassungsfähig. Man kann also ebenso gut Physiklehrer im Gymnasium wie Kohortenführer in WoW werden.


Im besten Fall kann man sogar beides zugleich werden! Und beides ohne psychischen Schaden :-P ....

LG, Ida

Wenn man genauer nachliest, stellt man übrigens fest, dass die verlinkte Dame im Bereich Frühgeborene forscht, also durchaus mit medizinischer Indikation.


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3. Nov 2012 22:21

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 Betreff des Beitrags: Re: Schau mir in die Augen, Kleines!
BeitragVerfasst: 3. Nov 2012 22:21 
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Mich erinnert das irgendwie an was.

Als mein erstes Kind zur Welt kam, habe ich mich natürlich intensiv vorbereitet. "Das Neugeborene ist nach der Geburt eher schläfrig. Kann keinen Blickkontakt halten. Das erste soziale Lächeln kriegt es mit x Wochen hin."

Und dann war das Kind da. Es war keineswegs schläfrig. Es starrte mich geradezu hypnotisch an. Der Hebamme war das unheimlich. Sie wollte dem Kind ständig ein Handtuch über den Kopf werfen. Um es warm zu halten natürlich.

Am nächsten Tag strahlte es die Hebamme an, als sie das Zimmer betrat. Damit waren wir beim Krankenhaus-Personal unten durch.

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3. Nov 2012 23:50

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 Betreff des Beitrags: Re: Schau mir in die Augen, Kleines!
BeitragVerfasst: 3. Nov 2012 23:50 
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Das ist schon ein spannendes Thema. Wir hatten auch so ein "waches" Baby. Das sich allerdiings (heute denken wir wegen Reizüberflutung) eine tägliche Schreistunde leistete. Bis es die Energie im wahrsten Sinne des Wortes "abstrampeln" konnte.

Es gibt ja auch Untersuchungen, die zeigen, dass man an der Art des Umgangs mit einem Baby den kulturellen Kontext erkennen kann. Intelligenz dann doch (auch) als Umweltfaktor?

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Die Jugend verachtet die Folgen, darauf beruht ihre Stärke. (Martin Kessel)


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4. Nov 2012 10:03

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 Betreff des Beitrags: Re: Schau mir in die Augen, Kleines!
BeitragVerfasst: 4. Nov 2012 10:03 
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Eine tägliche Schreistunde ist doch normal? Sagte uns jedenfalls damals der Kinderarzt. Der mich allerdings von Anfang an für irgendwie durchgedreht hielt, weil die Entwicklung des Kindes nicht den Vorschriften entsprach. Daraus zog er den Schluss, dass da eine Mutter sich Märchen ausdenkt. Wobei das Kind seine Möglichkeiten durchaus auch in der Praxis demonstrierte.

Ich glaubte irgendwann selber dran, dass das, was ich da erlebte, wohl gar nicht sein könne.

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