Anmelden |  Registrieren

brauche Hilfe - wg. Testergebnis

Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 46 Beiträge ] 
AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 9188

28. Okt 2009 20:00

 Betreff des Beitrags: Re: brauche Hilfe - wg. Testergebnis
BeitragVerfasst: 28. Okt 2009 20:00 
  
Habt ihr 100 Kinder im Kindergarten? Und wenn: Meinst du, die würden dir alle auffallen? Viele hochbegabte Kinder sind total unauffällig. Die müssen nicht mit Brille, Wörterbuch und Schachbrett unterm Arm durch den Kindergarten rennen. In der Klasse meines Sohnes waren auch mindestens 3 hochbegabte Kinder. Das wären dann 10%. Du kannst doch nicht in jede Kindergartengruppe gehen und mit dem Prozentrechner hantieren. Sorry, aber ich glaube, du hast eine falsche Vorstellung von Hochbegabung. Wenn du natürlich mit der Tür ins Haus fällst "ich glaube, mein Kind ist hb und deshalb so traurig und kontaktarm", dann ist so ein Spruch, dass HB nur "Einbildung" sei, zwar immer noch doof, aber irgendwie auch nicht so ganz unverständlich, denke ich. Wenn du deinem Kind helfen willst, dann vergiss die vermutete Hochbegabung einfach. Es hat sowieso keine Bedeutung.

Die Vorstellung, mit Hochbegabung würde man ernster genommen, kannst du doch eigentlich, wenn du es dir genau überlegst, nicht ernst meinen, oder?


go to top Nach oben
  
 

28. Okt 2009 21:34

Offline
 Betreff des Beitrags: Re: brauche Hilfe - wg. Testergebnis
BeitragVerfasst: 28. Okt 2009 21:34 
Moderator
Moderator
Benutzeravatar
Registriert: 10.2008
Beiträge: 6223
Barvermögen:
 5.107,80 Points

Bank: 16.193,68 Points
Geschlecht: nicht angegeben
Geschlecht: weiblich
Bundesland: RLP
Über mich: Gnothi seauton
 Profil  
Hallo Lottchen,
erstmal herzlich willkommen hier :-D .

Ich bin mir sicher, dass Dir ein wenig durchlesen und mitlesen hier im Kiga und Grundschulforum schon eine Menge Deiner Ängste und Unsicherheiten nehmen wird , weil Du feststellst, dass es nochmehr solche Kinder gibt, die eigentlich ganz gut zurechtkommen. Das haben auch viele Untersuchungen zum Thema aufgeweckte Kinder ergeben, per se ist das kein Problem, sondern eher ein Startvorteil.

Zum Beispiel ist das frühe und gewandte Lesen ein großer Vorteil sowohl im Bereich Allgemeinwissen als auch im Fach Deutsch und zieht sich durch die ganze Schullaufbahn.

Ich kann Dich insoweit ganz gut verstehen, als ich mich daran erinnere, wie ich mich damals bei meinem Ersten gefühlt habe, als er sich so ganz anders als die Kinder in meinem Blickfeld entwickelte.

Ich stand da ganz schön unter Druck, weil ich ständig kritisiert wurde (sicher auch vieles als Kritik interpretiert habe, was Neugier war). Ich hatte das Gefühl, ich müßte mich dauernd rechtfertigen.

Aber es gibt viele Kinder, die sich kognitiv schneller entwickeln als die Kigakameraden. Das kannst Du weder beeinflussen noch verhindern. Um sich dran, wie hier geraten, zu erfreuen, braucht man allerdings ein wenig rückblickende Erfahrung ;-) .

Rechtfertigen brauchst Du Dich dafür auch nicht. Da brauchst du keinen Test vorzuweisen,und auch keine Unterstützung, ich finde, es hört sich danach an, dass Du Deinem Sohn bei der kognitiven Entwicklung alles bietest, was er braucht.

Das kann allerdings auch keiner "wegmachen", falls Du Dir da Hilfe erwartet hättest :oops:.
Du hast ja das Zahlenbeispiel mit den 10 % bereits gut gebracht. Das Du nicht 10 andere Kinder dieser "Preislage" kennst, liegt auch daran, dass im Kindergarten nicht wettgelesen wird, und frühes Lesen und Rechnen auch mit der ganz speziellen Interessenslage Deines Kindes in diesem Bereich zusammenhängt. Er verwendet Zeit und Zuwendung darauf. Andere Kinder mit gleicher Intelligenz verwenden ihre Zeit jetzt darauf, Automarken auswendig zu lernen oder Playmobil aufzubauen, etc. Darum relativiert sich das auch in ein, zwei Jahren ziemlich.

Ich weiß, dass mit 4-5-6 der absolute Fokus aller Miteltern, Verwandter, Erzieher etc. vergleichend auf die "schulischen" Fertigkeiten gerichtet ist, und darum fällt Dein Sohn da dauernd auf. Andererseits kann ich Dir ebenso versichern, dass das ganze in 2 Jahren zum Beispiel überhaupt kein Thema in der Öffentlichkeit mehr ist, weil dann alle Gleichaltrigen das können.

Du brauchst Dir wegen der Schule ehrlich nicht soviel Sorgen machen. Es werden mehrere Kinder da sein, die entweder schon lesen können, oder es blitzschnell lernen. Ausserdem spielt das, was man sich als "Nochnichtschuleltern" als Inhalt der Grundschule so vorstellt, real gar nicht so eine große Rolle im Schulalltag.

Ich kann Dir versichern, dass es für Deinen Sohn da noch genug zu lernen gibt, selbst wenn er fließend liest und rechnet. Eine Jülklasse ist eine gute Startvoraussetzung.Vielleicht würde es Dich da entlasten, einmal das Gespräch mit derzeitigen Schulleltern 1+2 zu suchen, um zu sehen, was die so über den Alltag in der Schule zu berichten haben.

Wichtig ist, dass Ihr daran arbeitet, dass seine emotionale und soziale Kompetenz soweit wie irgend möglich an die kognitive herangeführt wird und die Spanne nicht zu groß wird. Darauf würde ich jetzt Zeit und Energie verwenden.

Ein "rundes" Kind tut sich in der Schule leichter. Es wird leichter von den anderen Schülern akzeptiert, und der Lehrer geht lieber auf seine Bedürfnisse ein.

In den ersten Grundschuljahren spielen Verhalten, Frustrationstoleranz und soziale Kompetenz eine größere Rolle als die kognitiven Fähigkeiten beim Schulerfolg. Auch wenn man sich das vorher nicht so vorstellen kann.

Du fühlst Dich sicher einfach auch unsicher aufgrund der großen Verantwortungslast, die Du da auf Dich zurollen siehst.

Das mußt Du gar nicht haben! Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass Dein Sohn ohne große Probleme erfolgreich seinen Weg geht. Das Köpfchen dafür hat er ja :mrgreen: .

Stell doch einfach hier anonym die Fragen, die Dich im Augenblick sehr belasten, hier gibt es viele Eltern mit Erfahrung, vielleicht hilft Dir das schon mal weiter. Ich finde das Gefühl immer sehr entlastend, nicht alleine auf weiter Flur zu stehen :-D .

Alles Gute, Ida (3 Grundschulkinder)
lottchen76 hat geschrieben:
beim Schulpsychologischen Dienst wurde gesagt, wie Ihr Sohn ist erst vier ? was wollen Sie dann hier (es ging um vorzeitige Einschulung)

Waren wir auch.....zwangsweise 8)


Zuletzt geändert von Freud am 28. Okt 2009 23:22, insgesamt 1-mal geändert.

go to top Nach oben
 Profil  
 

28. Okt 2009 21:53

Offline
 Betreff des Beitrags: Re: brauche Hilfe - wg. Testergebnis
BeitragVerfasst: 28. Okt 2009 21:53 
Administrator
Administrator
Benutzeravatar
Registriert: 10.2008
Beiträge: 10281
Barvermögen:
 4.208,45 Points

Bank: 2.057,47 Points
Geschlecht: nicht angegeben
Bundesland: Berlin
Über mich: hochbegabt in kulinarischem Sinne
 Profil  
Hallo,

lottchen76 hat geschrieben:
Mein Sohn kommt mit fünf einhalb regulär in die Schule , somit wäre vorzeitiges Einschulen wofür der Schulpsychologische Dienst auch zuständig ist, letztes Jahr gewesen.

Das ist natürlich schade, dass das nicht mehr klappt. Es gäbe ja immer noch die Möglichkeit des quereinschulens. Hast du mal darüber nachgedacht? Vielleicht könntest du nochmals mit dem Schulpsychologen darüber sprechen, wenn du das Gefühl hast, dein Sohn leidet sehr unter der jetzigen Situation.

lottchen76 hat geschrieben:
Nach dem im Kiga die letzten beiden Einschulungsjahrgänge raus sind hat er kaum noch Ansprechpartner und zieht sich oft zum Lesen zurück.

Das kenne ich von meinem Sohn. Es gab bei uns an zwei Vormittagen jeweils eine Stunde Vorschulunterricht sowie eine Stunde Kinderenglisch, das waren die einzigen Tage, an denen mein Sohn freiwillig hin ging. Ansonsten war das letzte Kiga-Jahr etwas zäh, aber es half halt nichts. Auf die Idee mit dem frühen Einschulen waren wir nicht gekommen, wäre bestimmt besser gewesen. Aber letztendlich hat er keine bleibenden Schäden davon getragen. ;-)

lottchen76 hat geschrieben:
Er spielt auch mit den anderen Kindern, aber die Interessen gehen doch soweit auseinander, das er sich recht oft allein beschäftigt.

Auch das war bei uns ähnlich. Mein Sohn hat sich viel mit seinem Buch zurück gezogen, das wurde von den Erzieherinnen zum Glück auch akzeptiert.

lottchen76 hat geschrieben:
Ich hatte nie vor mit einem Testergebnis zu wedeln, aber ich denke das man doch ernstgenommener wird

Diese Hoffnung muss ich dir nehmen. Eher das Gegenteil, wie ich bereits schrieb. Bei mir hatte die Lehrerin dann das Testergebnis angezweifelt, auch den Test selbst und das Testinstitut. Wer offen ist für das Thema ist es auch ohne Test, wer nicht, auch nicht mit Test. Vergiß es, dass du damit Eindruck schinden kannst oder gar Druck ausüben. Im Zweifelsfall machst du dich wirklich unbeliebt und deinem Kind das Leben schwer, wenn die Lehrerin (wie in unserem Fall) meinem Sohn sagte, dass sie gerade von ihm mehr erwartet hätte, wo er doch angeblich so schlau sei. Du kannst dir vorstelllen, was das bei meinem zur Perfektion neigenden Sohn ausgelöst hat.

lottchen76 hat geschrieben:
Mein Problem mit diesem Test ist vorallem, dass ich finde das das Ergebnis nicht zu der Leistung meines Sohnes passt, ca. 120 würde bedeuten ca. 10 % der Bevölkerung (liege ich damit richtig ? ) Also müßten es (allein im Kiga) noch 10 vergleichbare Kinder geben.....

es kann ja tatsächlich sein, dass er mehr Potenzial hat, als er beim Test gezeigt hat (deshalb gelten ja frühe Tests als unzuverlässig). Und dann? Was glaubst du würde das an eurer Situation ändern?

lottchen76 hat geschrieben:
Auch hatte ich mit der Aussage im Gesellschaftsteil hat er nicht gut abgeschnitten irgentwie Probleme: wird den nur reines Fachwissen abgefragt?

Ich weiß nicht, was ein Gesellschaftsteil ist. Hieß das so oder betraf das einen Test zur Allgemeinbildung? Ich weiß ja nicht welchen Test dein Sohn gemacht hat, wir hatten zwei Tests, einer war ein sprachfreier und kulturunabhängiger, da ging es rein um kognitive Leistung (CPM Raven). Bei einem weiteren Test wurde auch Allgemeinwissen abgefragt (Märchen zuordnen, Weihnachtsmann erkennen, Eiffelturm erkennen etc....).

lottchen76 hat geschrieben:
Was soll den da ein 5 Jähriger der sich müsam die Informationen irgent woher organisieren muß den überhaupt wissen ? Zumal dann Hochbegabte Kinder die nicht an Informationen herankommen, ja nie als solche erkannt werden, den wenn sie nichts wissen, kommen doch automatisch geringere Punkte dabei heraus ?

Deshalb gibt es die sprachfreien und kulturunabhängigen Tests, damit auch Kinder, die weniger Zugang zur Bildung haben, ihr Potenzial zeigen können (s.o.).

lottchen76 hat geschrieben:
Allerdings hatten wir das Abschluß Gespräch noch nicht, somit weiß ich noch nichts genaues.

Dann hast du ja noch die Chance, zu fragen, was ihr tun könnt - wenn dir klar ist, was du außer einem Ergebnis eigentlich genau wissen willst. Vielleicht könnt ihr ja das Thema quer einschulen mal ansprechen.

Lg

Anni


go to top Nach oben
 Profil  
 

28. Okt 2009 22:23

Offline
 Betreff des Beitrags: Re: brauche Hilfe - wg. Testergebnis
BeitragVerfasst: 28. Okt 2009 22:23 
Power-User
Power-User
Registriert: 10.2008
Beiträge: 2385
Barvermögen:
 0,00 Points
Wohnort: ~Düsseldorf
Geschlecht: nicht angegeben
Geschlecht: männlich
Bundesland: NRW
 Profil  
anni11 hat geschrieben:
lottchen76 hat geschrieben:
Na ja, das mit den Beratungsstellen hatten wir ja versucht, bei der familienberatung wurde mir erzählt hochbegabung wäre ein Statussymbol der bürgerlichen Gesellschaft

nun, diese Aussage ist natürlich wenig hilfreich.

Dessen ungeachtet gibt es durchaus Praktiker und entsprechende Medienberichte, die diesen Standpunkt vertreten.


- Martin

_________________
Und wo lassen Sie denken?


go to top Nach oben
 Profil  
 

29. Okt 2009 10:30

Offline
 Betreff des Beitrags: Re: brauche Hilfe - wg. Testergebnis
BeitragVerfasst: 29. Okt 2009 10:30 
Power-User
Power-User
Registriert: 11.2008
Beiträge: 523
Barvermögen:
 310,75 Points
Geschlecht: nicht angegeben
 Profil  
Hallo lottchen,

ich habe hier auch einen fitten Burschen (der nach wie vor für hb von anderen gehalten wird), was mich natürlich erst einmal sehr freut, wurde ihm doch eine sehr gute Gymnasiallaufbahn bescheinigt. 8) Da war er 4,1.

Das war bei der Auswertung des K-ABC. Mittlerweile bin ich, auch Dank des Forums hier, "aufgeklärt" worden und irgendjemand schrieb hier mal, das es nicht zwangsläufig bedeuten muss, das ein Kind mit einem IQ von 130 anders zu händeln wäre, wie ein Kind mit einem IQ von 120. Unser K-ABC ergibt einen SIF von 115. Wenn ich den mal umrechne, würde das, wenn ich richtig rechne, einen IQ von 122 ergeben. Berücksichtige ich jetzt noch die Dinge die er nicht gemacht hat, weil seine damalige Frustationsgrenze noch nicht so gut entwickelt war wie heute, wären es vielleicht sogar ein paar Pünktchen mehr. Ob es für 130 reicht? Eigentlich ist das so vollkommen Wurscht.

Was mir am Herzen liegt ist die soziale emotionale Integration und hier wurden wir auch gefördert, nicht im lesen oder rechnen. Es stellt sich für mich nicht (mehr) die Frage ob ich ihn früher einschulen lassen soll, sondern die Vermittlung der Kompetenz auch still zu sitzen und eben gewisse Dinge ohne den Clown zu spielen aushalten zu können. Sich trotz eines hellen Köpfchens gut einbringen können.

Wie hat Freud einmal geschrieben. Behandle dein fittes Kind so, als wenn es eben ein hochbegabtes Kind wäre. Und so handhaben wir es auch. Bieten ihm Dinge an, die ihn interessieren, achten aber gelichzeitig auch darauf, das er die Möglichkeit, ja eben durch einen Sportverein hat, sich auch sozial zu integrieren und zu lernen, das man eben auch mal warten muss.

In vielen Dingen die so angeboten werden kann mein Großer trotzdem mitmachen. Wie wurde mir neulich in der Sternwarte gesagt, auf meine Frage hin, das es schade ist, das sie erst Kinder ab 8 nehmen. Sie weisen keinen ab der sich dafür interessiert und das Standvermögen des Zuhörens mitbringt.

Nun gibt es sicherlich unterschiedliche Kigas, aber mein Großer fällt nicht dadurch auf, das er rechnedn und lesend durch die Gegend läuft. Ich wage sogar zu bezweifeln ob das jemand im Kiga weis, das wir Mathe 3.Klasse rechnen. Im Gegenteil, letztens im Kiga-Spiel wusste er nicht ob 21 größer als 19 ist. Tja, so kann es auch gehen. 008 Und trotzdem schickte der Kiga unseren Großen zum Test und nachwievor fällt er auf. Ich würde Kiga und Schule trennen und nicht gleich Rückschlüsse daraus ziehen wollen.

Freu Dich doch erst mal, so wie ich. 011

_________________
Liebe Grüße

*Kinder die lernen wollen, lernen sollen*


go to top Nach oben
 Profil  
 

29. Okt 2009 21:36

Offline
 Betreff des Beitrags: Re: brauche Hilfe - wg. Testergebnis
BeitragVerfasst: 29. Okt 2009 21:36 
Power-User
Power-User
Registriert: 07.2009
Beiträge: 630
Barvermögen:
 10,00 Points
Geschlecht: nicht angegeben
 Profil  
Hallo,

ich kann gut verstehen, dass ein Testergebnis, wenn es anders als erwartet ausfällt, zu großer Verunsicherung führen kann! Aber vielleicht ist diese Verunsicherung ja durchaus hilfreich um wieder einen umfassenden Blick auf die Gesamtumstände zu bekommen.
Ich habe selbst in letzter Zeit viele Bücher zum Thema Hb gelesen und in fast allen Büchern war die Meinung vorherrschend, dass es nichts bringt sich rein an der IQ Zahl aufzuhängen. Dieser Wert ist auch nicht mehr als ein Mosaikstein im Gesamtbild das euer Sohn euch bietet. So ein Testergebnis ist ja auch nichts, was die Intelligenz eures Kindes auf eine Zahl für alle Zeiten festnagelt. Er spiegelt auch die Tagesform, die Motivation und viele andere Dinge, die das Ergebnis beeinflussen. Deswegen bringt es auch gar nichts, wenn ein so ein Test isoliert durchgeführt wird- er sagt nur aus, was euer Kind in dieser isolierten Situation aufs Papier gebracht hat. Außerdem ist der Junge knapp 5, oder? In diesem Alter kann man weder den lebenslangen IQ zuverlässig vorhersagen, noch gibt es für diese Altersgruppe wirklich gute, aussagekräftige klassische IQ Tests. Ich kenne übrigens einige Leute, deren Kinder höchst unterschiedliche Testwerte erzielten- je nach verwendetem Test. Bei einer wirklich guten Diagnostik, oder auch der Auswahl für Studien werden meist 2 verschiedene Tests durchgeführt. Die meisten Hb- Förderkurse nehmen übrigens Kinder ab gestetem IQ >120 auf.

Wenn ihr unbedingt noch mal testen wollt, weil es euch gar keine Ruhe lässt, dann wartet noch 1-2 Jahre damit und wendet euch dann an eine Stelle, die viel Erfahrung mit Hb hat (z.B. an eine universitäre begabungsdiagnostische Beratungsstelle) und macht euch im Vorfeld bewusst, welchen Nutzen und welche Risiken so eine Testung mit sich bringt.

Wenn ihr ein gutes Buch zum Umgang mit fitten Kindern sucht, empfehle ich euch das hier: http://www.amazon.de/Hochbegabte-Kinder ... 3456841183
da es wirklich tolle, praktische Tipps enthält, z.b. wie man Kinder motivieren kann.

Ich wünsche euch alles Gute!

Ginger

_________________
"Der Geist ist kein Schiff, das man beladen kann, sondern ein Feuer, das man entfachen muss.“
Plutarch


go to top Nach oben
 Profil  
 

29. Okt 2009 22:39

 Betreff des Beitrags: Re: brauche Hilfe - wg. Testergebnis
BeitragVerfasst: 29. Okt 2009 22:39 
  
Ginger: Wobei ich mich ernsthaft frage, wieso Eltern einen Ratgeber brauchen, der ihnen erklärt, welche emotionalen Bedürfnisse ihr Kind hat :-!

Erstens krieg ich das selbst auch noch ganz gut gebacken (wie weit sind wir denn heute, dass uns Buchautoren unsere Kinder "erklären" müssen?). Und zweitens hat meine nicht hb Tochter so ziemlich dieselben emotionalen Bedürfnisse wie mein hb Sohn.

Es ist sicher ein prima Buch, wenn man den Rezensionen glauben darf, aber wieso eigentlich müssen Eltern hochbegabter Kinder so viele Bücher zu dem Thema lesen (lt. Rezensionen haben so ziemlich alle Leser schon alles, was der Markt hergibt, über Hochbegabung gelesen...???


go to top Nach oben
  
 

29. Okt 2009 23:19

Offline
 Betreff des Beitrags: Re: brauche Hilfe - wg. Testergebnis
BeitragVerfasst: 29. Okt 2009 23:19 
Power-User
Power-User
Registriert: 10.2008
Beiträge: 2385
Barvermögen:
 0,00 Points
Wohnort: ~Düsseldorf
Geschlecht: nicht angegeben
Geschlecht: männlich
Bundesland: NRW
 Profil  
Das Testergebnis kann die Zielrichtung der Psychologen deutlich von "Unterforderung" weglenken.
Was freilich nicht unbedingt negativ sein muss.
Irgendein anderes Problem wird man ja meistens finden.

Ich habe das bei den ersten beiden Tests mit IQ=100 und IQ~115 erlebt.
Und habe einfach gewartet, bis Töchterchen wieder zwei Jahre später mit IQ=131 geblitzt wurde.
Da war sie mittlerweile auf dem Gymnasium eigentlich nicht mehr dramatisch unterfordert.


- Martin

_________________
Und wo lassen Sie denken?


go to top Nach oben
 Profil  
 

30. Okt 2009 08:29

Offline
 Betreff des Beitrags: Re: brauche Hilfe - wg. Testergebnis
BeitragVerfasst: 30. Okt 2009 08:29 
Power-User
Power-User
Registriert: 07.2009
Beiträge: 630
Barvermögen:
 10,00 Points
Geschlecht: nicht angegeben
 Profil  
Hallo Iris,

das Buch enthält wertvolle Tipps für alle Eltern bzw. Kinder. Ich denke nicht, dass sich die emotionalen Bedürfnisse hoch begabter Kinder von denen normal begabter Kinder grundlegend unterscheiden. Bei ersteren sollte man erzieherische Maßnahmen im Zweifelsfall lediglich besser begründen können... ;-)
Das Buch erklärt ganz allgemeine pädagogische Hilfsmittel, wie z.B. angemessene, nicht verletzende Kritik vorzutragen, oder wie man mit Verstärkerplänen arbeitet etc. Auch wird vermittelt, dass man Wert darauf legen sollte, dass ein Kind sich beizeiten in die (familiäre) Gemeinschaft einbringt.
Diese Dinge sind zwar jetzt nichts revolutionär neues, für Menschen die sich mit Kindererziehung schon befasst haben, aber doch recht hilfreich für "Anfänger" und in diesem Buch einfach ansprechend verpackt.
Gerade bei hb-Eltern besteht doch am Anfang sehr viel Unsicherheit, was man bei seinem "Wunderkind" jetzt alles falsch machen könnte, was ja oft zu einer zeitweisen Einstellung jeglicher erzieherischer Maßnahmen führt und nicht gerade hilfreich für die soziale Integration des Kindes ist- da tut es einfach gut in einem speziellen Hb-Buch von diesen ganz normalen Dingen zu lesen!

Ginger

_________________
"Der Geist ist kein Schiff, das man beladen kann, sondern ein Feuer, das man entfachen muss.“
Plutarch


go to top Nach oben
 Profil  
 

30. Okt 2009 09:56

 Betreff des Beitrags: Re: brauche Hilfe - wg. Testergebnis
BeitragVerfasst: 30. Okt 2009 09:56 
  
Also ich hab auch nichts über Hb gelesen, sondern mich hier in diesem Forum angemeldet. Ich denke, nirgends hätte ich mehr lernen können auf einfache und unterhaltsame (Anni ;-) ) Weise.

LG Bettina


go to top Nach oben
  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 46 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Besucher kamen durch folgende Suchbegriffe auf diese Seite:

christiane alvarez: hochbegabung: tipps für den umgang mit fast normalen kindern

Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Beteilige Dich mit einer Spende

© phpBB® Forum Software • Theme foruz.net • phpBB3 Forum von phpBB8.de
» Kontakt & Rechtliches Support / Hilfe Forum Gooof Webdesign Kostenloses Forum Dein Forumo Forum web tracker