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HB und Entwicklungsverzögerungen in anderen Bereichen?

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17. Dez 2012 15:16

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 Betreff des Beitrags: Re: HB und Entwicklungsverzögerungen in anderen Bereichen?
BeitragVerfasst: 17. Dez 2012 15:16 
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Hallo Miss V kann nur aus meiner Erfahrung sagen sagen das es bei uns so war in einigen Bereichen wahnsinnig hoch
und andere sehr niedrig, so das der Tester von einer Grenze zu einer Behinderung sprach.

Es machte ihm als Kind wahnsinnig stress , besonders weil er wollte und nicht konnte
Wutanfälle ...

Feinmotorisch hat er es nie aufgeholt.
Lasst ihn mal basteln ...
Das Material bastelt immer noch mit Ihm ;-)

Aber den Umgang mit Schwächen umzugehen
den hat er gelernt.

glg
tiger


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17. Dez 2012 17:36

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 Betreff des Beitrags: Re: HB und Entwicklungsverzögerungen in anderen Bereichen?
BeitragVerfasst: 17. Dez 2012 17:36 
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Ubi hat geschrieben:
Man muss sich schon davor hüten, aus der eigenen, doch sehr beschränkten Statistik auf die Masse zu schließen. Gerade in Foren und HB-Stammtischen findet man genau die Eltern, die das Thema irgendwie umtreibt. Das sind in der Regel die Eltern, deren Kinder in irgendeiner Weise auffallen. Die Eltern, deren HB-Kinder eben nicht auffallen, wird man in Foren und bei Stammtischen nicht antreffen.
Hm, im Prinzip ja, allerdings haben wir schon auch Eltern, die rein aus Interesse kommen. Aber die meisten sind Eltern, die sich in irgendeiner Form Sorgen machen, da hast Du Recht.

Zitat:
Insofern ist ja die Rost-Studie so wichtig. Weil der alle (!) Kinder eines Jahrgangs getestet hat. Und da eben feststellt, dass unter den HB-Getesteten nicht signifikant mehr Kinder eine Störung aufweisen als sonst auch.

Ja, das sehe ich schon auch. Aber wie gesagt: mir reicht die Datenmenge nicht, um mit dem Vorurteil aufgeräumt zu sehen. Was sind denn 150 Kinder? Und offenbar gibt es keine weiteren Studien in diese Richtung (?). Ich hab zumindest noch keine andere gefunden. Und wie gesagt - wenn die Anlage stimmt, die in Wiki steht, dann taucht motorische Verzögerung gar nicht auf.

Alles in allem für meine Fragestellung unzufriedenstellend.

Zitat:
Insofern denke ich, dass es eben "nur" eine Wahrnehmung ist, die man hat, dass HB-Kinder öfter Entwicklungsstörungen aufweisen würden. Ich kenne wirklich keinen wissenschaftlichen Datensatz, der das beweist, obwohl ich mich "erst" 9 Jahre mit dem Thema beschäftige :-) .

Für mich ist das ganze ja auch un-eindeutig. Nur höre ich das halt öfter, so "wenn ein Kind hb ist, dann kommen manchmal andere Bereiche nicht rechtzeitig nach." Oder "ach ja, hb und dafür aber motorisch bissel langsam, das kenne ich, das hört man öfter". Sowohl mein Kinderarzt als auch die Lehrerin meines Kleinsten (eine Auskennerin! juchu!) bestätigen das aus ihrer Erfahrung - welche natürlich wiederum auch nicht repräsentativ ist.

Zitat:
P.S. MissV, was ist dir denn wichtig in dem Zusammenhang? Das habe ich noch nicht so ganz verstanden.

Mir ging es eben darum, genau diese Frage zu beleuchten: gibt es bei HBs öfter Entwicklungsverzögerungen in anderen Bereichen oder nicht? Bisher haben wir eine Studie, die partiell dagegen spricht, und einiges an Erfahrungsberichten, die dafür sprechen.

"Geklärt" ist also was anderes... ;-)


Zuletzt geändert von MissV am 17. Dez 2012 17:44, insgesamt 1-mal geändert.

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17. Dez 2012 17:38

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 Betreff des Beitrags: Re: HB und Entwicklungsverzögerungen in anderen Bereichen?
BeitragVerfasst: 17. Dez 2012 17:38 
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tiger hat geschrieben:
Hallo Miss V kann nur aus meiner Erfahrung sagen sagen das es bei uns so war in einigen Bereichen wahnsinnig hoch
und andere sehr niedrig, so das der Tester von einer Grenze zu einer Behinderung sprach.

Es machte ihm als Kind wahnsinnig stress , besonders weil er wollte und nicht konnte
Wutanfälle ...

Feinmotorisch hat er es nie aufgeholt.
Lasst ihn mal basteln ...
Das Material bastelt immer noch mit Ihm ;-)

Aber den Umgang mit Schwächen umzugehen
den hat er gelernt.

glg
tiger

Ja, genau das sind so ähnlich auch meine Erfahrungen... 2 von 3mal... :-D


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17. Dez 2012 17:51

 Betreff des Beitrags: Re: HB und Entwicklungsverzögerungen in anderen Bereichen?
BeitragVerfasst: 17. Dez 2012 17:51 
  
Michaela hat geschrieben:
Rost hat in seiner Studie nicht "Kinder berücksichtigt, die wegen Störungen zum Psychiater gingen, sondern flächendeckend getestet. Insofern kann er aufgrund seiner Ergebnisse durchaus Aussagen treffen.


Ja, über die, die er getestet hat. Über andere hingegen nicht.


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17. Dez 2012 17:53

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 Betreff des Beitrags: Re: HB und Entwicklungsverzögerungen in anderen Bereichen?
BeitragVerfasst: 17. Dez 2012 17:53 
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anni11 hat geschrieben:
da möchte ich Dir mit meinen extrem repräsentativen Erfahrung meines einen Sohnes widersprechen. Mein Sohn war zuletzt an der Grundschule Klassensprecher und gehörte zu den beliebten Schülern. Allerdings war ihm schon klar, dass er seine Spezialinteressen in der Schule nicht befriedigt bekommt, dies hatte er auf den Freizeitbereich verlegt.

Natürlich, das ist doch klar. Ich habe heute irgendwo schonmal der Hybris widersprochen, daß Schule die Begabungen jedes Kindes fördern kann - dieser Anspruch ist erheblich zu hoch.

Zitat:
Mein Sohn fand abseits seiner kognitiven Interessen genug Themen (Fußball, Kartentauschen, Kickern....) mit seinen Klassenkameraden, so dass er sich mit ihnen und umgekehrt sie sich mit ihnen wohl fühlte. In einer Schulklasse mit 6 Integrationskindern mit Lernschwächen in einer Schule im sozialen Brennpunkt (immerhin Leuchtturmschule) wäre ihm wohl auch gar nichts anderes übrig geblieben. Wenn man sich allerdins nur auf seine eine Begabung konzentriert und enttäuscht ist, dass andere aus der Klasse diese Interessen nicht teilen, kann es schwierig werden. Ich finde, da sind Eltern gefragt, dass sie den Kindern Wertschätzung gegenüber anderen Kindern und deren Leistungen im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit vermitteln.

Gut, und was willst Du mit Kindern machen, die die aktuellen Mainstreaminteressen partout nicht teilen wollen oder können?

Das hat absolut nichts mit fehlender Wertschätzung anderer Kinder zu tun, und noch weniger mit mangelnder Vermittlung dieser durch das Elternhaus. Du machst es Dir aber sehr einfach. Das ist ja wie wenn ich Dir Interesse an "Berlin tag und nacht" oder "DSDS" vermitteln will und Du da partout kneifst - hast du da zu wenig Wertschätzung für die Unterschicht, die das vernehmlich schaut? Eher nicht, oder?

Nein, man kann Glück haben und die Kinder nehmen einige Mainstreaminteressen auf, andere tun dies nicht oder nur phasenweise. Ich habe beides hier gehabt. Das ist nicht einfach und hat sicher nichts mit fehlender Wertschätzung zu tun. Meine Kinder haben teilweise drunter gelitten, aber sie konnten sich einfach nicht für Pokemon und Fußball u.ä. erwärmen.
Beim dritten haben wir bisher Glück, er ist sehr beliebt, was vermutlich auch mit seiner Früheinschulung zusammenhängt.

Zitat:
MissV hat geschrieben:
Heißt: ein Viertkläßler, der Bücher von Dan Brown liest, wird sich selbst mit gleichaltrigen Leseratten schwer verständigen können

Er kann mit den Kindern trotzdem gut auskommen (siehe unsere Erfahrung). Aber er wird halt eher nicht über Dan Brown diskutieren können.

Gut auskommen - ja. Integriert sein - trotzdem nein.

Zitat:
MissV hat geschrieben:
Eine einzige Studie mit etwa 150 Kindern würde ich auch noch nicht für geeignet halten, um mit Vorurteilen "aufzuräumen", die der Lebenserfahrung vieler Menschen entsprechen.

Vielen Wissenschaftlern in diesem Kontext, die sich auf die Rost-Studien beziehen, reicht es. ;-)
Jedem, der seine eigene Meinung bestätigt findet, wird es reichen... ;-)

Zitat:
Wenn wir hier mehrfach nicht genau verstehen, was Du konkret meinst, formulierst Du vielleicht Deine Frage nochmals genau und beschreibst, was der Hintergrund Deiner Frage ist.

Hab ich doch schon mehrfach, und teilweise hast Du ja auch schon Antworten geliefert.

Etwas objektivierter können wir wohl nur diese eine Studie kriegen, weil es andere scheinbar nicht gibt zu diesem Thema.

Nun weigert sich alles in mir, aufgrund EINER Studie eine Meinung zu widerlegen oder auch zu bestätigen...

LG,
MissV


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17. Dez 2012 17:58

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 Betreff des Beitrags: Re: HB und Entwicklungsverzögerungen in anderen Bereichen?
BeitragVerfasst: 17. Dez 2012 17:58 
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calipso hat geschrieben:
Michaela hat geschrieben:
Rost hat in seiner Studie nicht "Kinder berücksichtigt, die wegen Störungen zum Psychiater gingen, sondern flächendeckend getestet. Insofern kann er aufgrund seiner Ergebnisse durchaus Aussagen treffen.


Ja, über die, die er getestet hat. Über andere hingegen nicht.

So sieht es aus.

Was meiner Erfahrung nach auch erheblich wichtig ist, wäre, in was für einem Umfeld diese Studien gemacht wurden. Ich habe z.B. an meinen Kindern beobachtet, wie unheimlich wichtig ein lernfreundliches Umfeld für die Ausprägung eventueller Begleitauffälligkeiten oder Integration von Außenseitern ist. Und das ist regional bzw sogar von Schule zu Schule immens unterschiedlich.

In Gegenden mit einem sehr freien Erziehungsklima und wenig grundlegender Disziplin an Schulen z.B. werden gerade sensible Kinder ihre Auffälligkeiten nicht gut wegstecken können, wohingegen ein ruhigeres Lernklima und ein leistungsorientiertes Umfeld viel zur Zufriedenheit und Auslastung der Kinder beiträgt.

Was natürlich nicht nur auf HBs zutrifft, sondern auf alle Kinder mit Problemen - und ohne.


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17. Dez 2012 18:33

 Betreff des Beitrags: Re: HB und Entwicklungsverzögerungen in anderen Bereichen?
BeitragVerfasst: 17. Dez 2012 18:33 
  
Ubi hat geschrieben:
Calipso, willst du jetzt HB-Definitionen diskutieren? Falls ja, dann mach doch einen Extra-Thread auf. Und ja, Statistik erlaubt, aus Stichproben auf die Grundgesamtheit zu schließen. Sogar mit gut zu beziffernden Fehlermargen.


Nein, HB-Definitionen will ich nicht diskutieren, nur Studien bzw. wie wenig kritisch sie offenbar gesehen werden. Studien sind nie repräsentativ, vgl. Diekmann. Sie erlauben nur Aussagen über die Stichprobe. Zumal die Grundgesamtheit der Hochbegabten meiner Meinung nach gar nicht feststeht, da eben nicht alle Menschen getestet sind.

Ich finde 150 Kinder als Studienteilnehmer übrigens auch nicht besonders viel. Zumal bei Kindern der IQ doch auch noch nicht festgelegt ist, wie hier so oft betont wird und durch die Rost-Studie offenbar auch belegt wurde, denn sonst wären in der Nachtestung nicht manche plötzlich hb gewesen oder vielleicht hatten sie bei der ersten Testung ja Probleme, die ein höheres Ergebnis zu diesem Zeitpunkt verhinderten.

Manchmal denke ich, unter individuell perfekten Testbedingungen kann fast jeder Mensch einen (sehr) hohen Wert erreichen.

Insgesamt halte ich das Thema für viel zu wenig erforscht und da wird auch nie viel zu geforscht werden, da diese Gruppe ja offenbar so verschwindend gering ist. Stellt man auch noch fest, dass Hb's sogar weniger Probleme haben als Nicht-Hb's, dann werden sie für die Forschung sogar umso uninteressanter, denn daraus lässt sich nämlich kein Kapital schlagen.

Ich finde zudem, dass viel zu oft aus objektiven Dingen, wie schulischer und sozialer Erfolg darauf geschlossen wird, es ginge der betreffenden Person gut. Im Prinzip dürfe es einer solchen Person daher ja gar nicht schlecht gehen. Geht es ihr trotzdem iwie schlecht, kann das kaum jemand begreifen. Aber Leiden ist nun mal was höchst Subjektives und wird meiner Erfahrung nach umso weniger von anderen anerkannt, desto größer der z.B. schulische, soziale Erfolg der betreffenden Person ist. Ich kann mir vorstellen, dass Hb's einfach andere Probleme haben z.B. durch ihr vermehrtes Denken, Fühlen und Wahrnehmen (keine Antworten auf gewisse existenzielle Fragen zu finden, z.B.) und nicht unbedingt, weil sie ihr Leben (Beruf, Karriere, Geld) nicht gebacken bekommen.
Ich glaube außerdem, dass es viele sehr intelligente Menschen gibt, die zum Psych gehen ohne getestet zu werden oder ein psychiatrische Diagnose zu erhalten. Aber das ist nur eine Vermutung meinerseits.

Ich kann mir vorstellen, dass bei einem hb-getesteten Kind das Umfeld schnell erwartet, dass es in allen Bereichen weiter entwickelt ist als der Durchschnitt und natürlich fällt es besonders auf, wenn so ein Kind in anderen Bereichen dann eben normal oder gar unterdurchschnittlich entwickelt ist. Bei manchen kommt es eben auch vor, dass andere Bereiche einfach vernachlässigt wurden und daher nicht so gut entwickelt sind, evtl ist bei manchen die Hb doch eine Kompensation anderer Probleme. Ich nehme an, eine Hb kann durchaus angeboren sein, sie kann aber sicher auch erworben werden. Letzteres dürfte wohl von den Umweltbedingungen abhängen. Entwicklungen und deren Richtungen sind gerade bei Kindern meines Erachtens auch was sehr Individuelles! Aber auch das sind natürlich nur Vermutungen meinerseits.

Wenn bei einem Kind bestimmte Entwicklungen im Vergleich zu den Altersgenossen sogar (weit) unterdurchschnittlich ausgeprägt sind und dies vor allem von dem Kind als behindernd empfunden wird, dann ist klar, dass daran - völlig unabhängig vom IQ - gearbeitet werden sollte. Denke ich. Ebenso bei subjektivem Leiden - gerade wenn es von anderen nicht nachvollzogen werden kann bzw. aus den Lebensumständen heraus nicht erklärbar erscheint.


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17. Dez 2012 19:21

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 Betreff des Beitrags: Re: HB und Entwicklungsverzögerungen in anderen Bereichen?
BeitragVerfasst: 17. Dez 2012 19:21 
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Über mich: Gnothi seauton
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Natürlich gibt es dazu wissenschaftliche Untersuchungen.
Breitest aufgestellt. Seit fast 100 Jahren.
Mit sehr gleichbleibenden Ergebnissen.

Trotzdem wird eine wissenschaftliche Untersuchung nie den Einzelfall treffen, sondern stets nur die Frage beantworten können, ob es durchschnittlich mehr Schwierigkeiten gibt.
Und die Frage kann man selbstverständlich mit Hilfe statistischer Untersuchungen sehr genau beantworten.
Wenn die Stichprobe richtig ausgewählt wird, spielt es keine Rolle, ob man 200, 2000 oder zwanzig Millionen untersucht, das Ergebnis bleibt das gleiche.
Jeder Mensch ist ein individuelles Wunder. Aber nicht in der Masse. Da sind Menschen sehr vorhersagbar. Auch wenn man das nicht gerne hört :lol:.

Hier ist eine ausführliche Zusammenfassung über den Stand verfügbarer wissenschaftlicher Studien und ab Seite 21 auch eine Antwort auf die Frage- die nach dem Durchschnitt.


http://www.joanfreeman.com/pdf/Freeman_aus%20rost_ISBN2377.pdf

Zitat:
Die deutlich erhöhten Werte bei den emotionalen Problemen und Verhaltensproblemen der als „hochbegabt“ etikettierten Kinder schienen direkt durch das häusliche Umfeld verursacht zu werden. In den ausführlichen Interviews gab es im häuslichen Leben der problembehafteten hochbegabten Kinder mehr negative Interaktionen als bei hochbegabten Kindern ohne Probleme.
Auch dieser Unterschied war statistisch signifikant. Dieses Ergebnis spiegelte sich auch in den Berichten der Eltern und Lehrkräfte zur physischen Gesundheit der Kinder wider. In der Experimentalgruppe zeigten sich im Kindesalter sowohl mehr physische als auch mehr emotionale Probleme. Vor allem Koordinationsschwierigkeiten und Ungeschicklichkeit traten in der Experimentalgruppe gehäuft auf.


Die Experimentalgruppe ist die Gruppe der von ihren Eltern als hochbegabt bezeichneten Kindern vs. die Vergleichsgruppe der gepaarten Kinder mit genau dem gleichen IQ-Wert, der aber nur dem Studienführer, aber nicht den Lehrern und Eltern bekannt ist.
Insofern würde sich das mit den Beobachtungen decken, dass in einschlägigen Elterngruppen entsprechende Probleme häufiger zur Sprache kommen, gesetzt den Fall, dass die britischen Elterngruppen mit deutschen vergleichbar wären.

Zu meiner persönlichen Meinung dazu später, bin im Weihnachtsstress :mrgreen: ....

LG, Ida


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17. Dez 2012 19:40

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 Betreff des Beitrags: Re: HB und Entwicklungsverzögerungen in anderen Bereichen?
BeitragVerfasst: 17. Dez 2012 19:40 
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Hallo Ida,

das ist ja noch so ein interessanter Aspekt... aber: wenn ein signifikanter Teil der Probleme quasi selbstgemacht ist, schließt das ja auch wieder aus, daß die Kinder eingeschlossen sind, deren HB man definitiv teils deutlich NACH den Problemen diagnostiziert hat.

Heißt also: ein motorisch verzögertes Kind, das erst mit 3 oder 4 kognitiv auffällig wird, wird genauso wenig betroffen sein wie ein sozial-emotional verzögertes, welches bereits im KiGa s.-e. auffällig wird, die Eltern aber erst mit 5 überhaupt einen Plan von HB kriegen.

Das ist es irgendwie auch nicht... sorry für´s Nörgeln...


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17. Dez 2012 20:44

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 Betreff des Beitrags: Re: HB und Entwicklungsverzögerungen in anderen Bereichen?
BeitragVerfasst: 17. Dez 2012 20:44 
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Erst mit 3 oder 4 Jahren.......ach du liebe Güte.

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