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HB und Entwicklungsverzögerungen in anderen Bereichen?

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17. Dez 2012 23:30

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 Betreff des Beitrags: Re: HB und Entwicklungsverzögerungen in anderen Bereichen?
BeitragVerfasst: 17. Dez 2012 23:30 
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Calipso hat geschrieben:
Ich finde 150 Kinder als Studienteilnehmer übrigens auch nicht besonders viel.

Aber mehr als sonst in vielen Studien so vorkommen. Und eben jedes Kind der jeweiligen Klasse getestet. Das ergibt einen Querschnitt und den hat er dann als Längsschnitt verfolgt. Mach dir doch mal die Mühe und lies die Studie (inklusive des experimentellen Set-Ups).
Zitat:
Zumal bei Kindern der IQ doch auch noch nicht festgelegt ist, wie hier so oft betont wird und durch die Rost-Studie offenbar auch belegt wurde, denn sonst wären in der Nachtestung nicht manche plötzlich hb gewesen oder vielleicht hatten sie bei der ersten Testung ja Probleme, die ein höheres Ergebnis zu diesem Zeitpunkt verhinderten.
Genau, Stabilität des Wertes war eines der vielen Untersuchungsgegenstände, bei dem sich eben herausstellte, dass es (wie auch eigentlich zu erwarten) eine "Regeression zur Mitte" gab.
Zitat:
Manchmal denke ich, unter individuell perfekten Testbedingungen kann fast jeder Mensch einen (sehr) hohen Wert erreichen.
Das ist grober Unfung und das weißt du auch, oder? Aber denken darf sicherlich jeder, was er für richtig hält.

Gruß

Ubi

P.S. Man kann sich natürlich fragen, ob IQ>130 überhaupt eine sinnvolle und umfassende Definition ist. Aber das ist dann ein anderes Thema.

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18. Dez 2012 00:02

 Betreff des Beitrags: Re: HB und Entwicklungsverzögerungen in anderen Bereichen?
BeitragVerfasst: 18. Dez 2012 00:02 
  
Ubi hat geschrieben:
Calipso hat geschrieben:
Zumal bei Kindern der IQ doch auch noch nicht festgelegt ist, wie hier so oft betont wird und durch die Rost-Studie offenbar auch belegt wurde, denn sonst wären in der Nachtestung nicht manche plötzlich hb gewesen oder vielleicht hatten sie bei der ersten Testung ja Probleme, die ein höheres Ergebnis zu diesem Zeitpunkt verhinderten.


Genau, Stabilität des Wertes war eines der vielen Untersuchungsgegenstände, bei dem sich eben herausstellte, dass es (wie auch eigentlich zu erwarten) eine "Regeression zur Mitte" gab.


Dann sagt die Studie doch letztlich nichts über hochbegabte Menschen an sich aus. Zumal Kinder gestestet wurden.
Eigentlich müsste man doch eher mal 60-Jährige testen und zu ihrem (bereits vergangenem) Leben befragen, ich denke, das ergäbe mehr echte Erkenntnisse. Letztlich kann man lediglich sagen: " Die in der Studie als hochbegabt identifizierten Kinder, haben nicht mehr Probleme bzw. sind nicht gestörter als die nicht-hochbegabte getesteten Kinder, die an der Studie teilnahmen." Über Hochbegabte allgemein oder gar erwachsene Hochbegabte sagt die Studie hingegen nichts aus. Deshalb reagiere ich allergisch auf solche Aussagen wie "Die meisten Hochbegabten fallen nicht auf, weil sie nie getestet wurden." Ich verstehe wirklich nicht, wie es möglich ist, solch eine Aussage zu treffen, insbesondere nicht, wenn sie als wissenschaftliche Erkenntnis dargestellt wird und noch weniger, wenn ein Wissenschaftler sowas behauptet.

Ich habe mich mit der Studie schon mal beschäftigt. Es bringt aber nichts, wenn nicht alle Daten etc. veröffentlicht werden, denn dann ist eine Sekundäranalyse nicht möglich.

ubi hat geschrieben:
P.S. Man kann sich natürlich fragen, ob IQ>130 überhaupt eine sinnvolle und umfassende Definition ist. Aber das ist dann ein anderes Thema.


Vielleicht sollten wir wirklich mal einen eigenen thread dazu eröffnen...


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18. Dez 2012 09:47

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 Betreff des Beitrags: Re: HB und Entwicklungsverzögerungen in anderen Bereichen?
BeitragVerfasst: 18. Dez 2012 09:47 
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Dann musst du auf die Terman-Studie zurückgreifen. Da wurden die Testpersonen bis ins Alter verfolgt.

Ich habe jetzt keine Lust, Herrn Rost aus dem Regal zu holen. Aber der hat doch deutlich mehr als 150 Kinder getestet. Wer Lust hat, kann ja ausrechnen, wieviele das waren, wenn er 2 % HBs gefunden hat in diesen 150. Wenn nur 150 Kinder dabei gewesen wäre, hätte er 3 HBs gefunden. Das wäre tatsächlich sehr dünn für eine Studie.

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18. Dez 2012 12:47

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 Betreff des Beitrags: Re: HB und Entwicklungsverzögerungen in anderen Bereichen?
BeitragVerfasst: 18. Dez 2012 12:47 
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Im Marburger Hochbegabtenprojekt (Rost, 1993; 2009a) wurden zwei Gruppen von Kindern aus einer zufälligen Stichprobe von 7023 Kindern gezogen (Buch, Sparfeldt & Rost, 2006).


calipso, was ich verlinkt habe, ist so eine breite Langzeitstudie, die Teilnehmer, die weiter beobachtet werden, sind heute über 40.

Ich glaube nicht, dass sich zwischen 40 und 60 noch entscheidendes tut [smilie=confused-smiley-013.gif].

Die Ergebnisse gibt es auch ganz ausführlich als Buch mit allen Interviews, Daten und Schilderungen, leider nur in Englisch- falls es Dich interessieren sollte.

LG, Ida


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18. Dez 2012 13:27

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 Betreff des Beitrags: Re: HB und Entwicklungsverzögerungen in anderen Bereichen?
BeitragVerfasst: 18. Dez 2012 13:27 
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Zitat:
Kennt oder habt ihr HBs mit anderen Entwicklungsverzögerungen etwa im motorischen oder sozial-emotionalen Bereich?


Gut, meine persönliche Stichprobe ist natürlich sehr klein.

Aber die beiden Kinder, die ich im Nachhinein als hb einschätze (29 und 26, "hb vor dem Hb-Zeitalter"), hatten definitiv keine Entwicklungsverzögerungen in anderen Bereichen. Im Gegenteil. Weshalb Nr. 2 als Kann-Kind eingeschult wurde.
Die Intelligenz fiel halt auf (besonders "Dritten", ich fand sie nicht so ungewöhnlich) und hat sich (einmal durchgehend, einmal mit Unterbrechungen ;-) ) in entsprechenden Leistungen niedergeschlagen.

Das dritte, das Baustellen hatte und in "Hb-Verdacht" geriet (das "Hb-Zeitalter" war inzwischen angebrochen), entpuppte sich als "nicht ganz hochbegabter" Asperger-Autist. Da gab es einen Test - wegen der Probleme, nicht wegen der Intelligenz.

Und das vierte, das wieder keine Entwicklungsverzögerung hat, halte ich für sehr aufgeweckt, aber nicht unbedingt für hb. Da es keinen Grund gibt, das zu überprüfen, wird das wohl offen bleiben. Als Kann-Kind eingeschult habe ich ihn auch so...[smilie=confused-smiley-013.gif]

LG
aspiema


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18. Dez 2012 13:46

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 Betreff des Beitrags: Re: HB und Entwicklungsverzögerungen in anderen Bereichen?
BeitragVerfasst: 18. Dez 2012 13:46 
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aspiema hat geschrieben:
Zitat:
Kennt oder habt ihr HBs mit anderen Entwicklungsverzögerungen etwa im motorischen oder sozial-emotionalen Bereich?


Gut, meine persönliche Stichprobe ist natürlich sehr klein.

Aber die beiden Kinder, die ich im Nachhinein als hb einschätze (29 und 26, "hb vor dem Hb-Zeitalter"), hatten definitiv keine Entwicklungsverzögerungen in anderen Bereichen. Im Gegenteil. Weshalb Nr. 2 als Kann-Kind eingeschult wurde.
Die Intelligenz fiel halt auf (besonders "Dritten", ich fand sie nicht so ungewöhnlich) und hat sich (einmal durchgehend, einmal mit Unterbrechungen ;-) ) in entsprechenden Leistungen niedergeschlagen.

Das dritte, das Baustellen hatte und in "Hb-Verdacht" geriet (das "Hb-Zeitalter" war inzwischen angebrochen), entpuppte sich als "nicht ganz hochbegabter" Asperger-Autist. Da gab es einen Test - wegen der Probleme, nicht wegen der Intelligenz.

Und das vierte, das wieder keine Entwicklungsverzögerung hat, halte ich für sehr aufgeweckt, aber nicht unbedingt für hb. Da es keinen Grund gibt, das zu überprüfen, wird das wohl offen bleiben. Als Kann-Kind eingeschult habe ich ihn auch so...[smilie=confused-smiley-013.gif]

LG
aspiema

Danke für die Fallstudie...;)


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