Anmelden |  Registrieren

link zu K-ABC / Flynn-Effekt

Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 19 Beiträge ] 
AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 4177

5. Apr 2013 11:26

Offline
 Betreff des Beitrags: link zu K-ABC / Flynn-Effekt
BeitragVerfasst: 5. Apr 2013 11:26 
User
User
Registriert: 04.2011
Beiträge: 323
Barvermögen:
 240,40 Points
Geschlecht: nicht angegeben
Geschlecht: weiblich
 Profil  
Hallo zusammen,

hatte mich seit letztem Jahr latent interessiert, vielleicht nicht nur mich:
Im SPZ wurden wir darauf hingewiesen, dass das K-ABC-Ergebnis unter Vorbehalt gesehen werden müsse, da Normierung "zu alt". Aber zumindest 2006 schien sie noch ganz o.k. zu sein: http://www.pits-online.nl/de/InterS90_98.pdf?

Falls schon längst verlinkt, bitte Nachsicht - bin an der Suche gescheitert, die gar kein Ergebnis für K-ABC ausspuckte. Lag sicher am Sucher :oops:

Nachtrag: stammt natürlich vom Verlag (so wie die Gegenmeinungen angeblich vom Ex-Verlag?) - kennt jemand unabhängige Studien?
Interessiert mich nicht so sehr für den persönlichen Gebrauch (haben ja unfreiwilllig noch´n Test...), eher generell: Finde den Flynn-Effekt schon immer irgendwie mysteriös und frage mich, ob nicht in Wirklichkeit der Flynn-Effekt ein Test-Artefakt ist...


go to top Nach oben
 Profil  
 

5. Apr 2013 17:20

Offline
 Betreff des Beitrags: Re: link zu K-ABC / Flynn-Effekt
BeitragVerfasst: 5. Apr 2013 17:20 
Power-User
Power-User
Benutzeravatar
Registriert: 10.2008
Beiträge: 4190
Barvermögen:
 2.858,65 Points
Geschlecht: nicht angegeben
Bundesland: NRW
Über mich: analytisch und sehr sensibel
 Profil  
Hallo Mica,

Tests im Vorschulalter sind von der Interpretation her immer schwierig. Weil Kinder da noch Entwicklungsschübe machen, zwischen denen sie scheinbar wenig neues lernen.

Sicher stellt sich auch dort die Frage der Normierung, aber der K-ABC war ja nie als reiner Intelligenztest gedacht, sondern eher als ein Entwicklingstest. Insbesondere die Teile der Fertigkeitsskala dürften außerdem stark kultur-abhängig sein.

Da es in dem Alter eh eher darum geht, eine Art grobe Standortbestimmung zu bekommen, finde ich das alles auch nicht so relevant. Dinge wie den Flynn-Effekt würde ich eher aus Daten ab frühestens 6 Jahren ziehen wollen, wenn überhaupt.

Gruß

Ubi

_________________
Die Jugend verachtet die Folgen, darauf beruht ihre Stärke. (Martin Kessel)


go to top Nach oben
 Profil  
 

5. Apr 2013 19:05

Offline
 Betreff des Beitrags: Re: link zu K-ABC / Flynn-Effekt
BeitragVerfasst: 5. Apr 2013 19:05 
User
User
Registriert: 04.2011
Beiträge: 323
Barvermögen:
 240,40 Points
Geschlecht: nicht angegeben
Geschlecht: weiblich
 Profil  
Hallo Ubi,

sehe ich genauso - Vorschul-Tests sind unabhängig von der Normierung in jedem Fall interpretatorisch mit Vorsicht zu genießen. Wie gesagt, mir geht´s auch nicht um die Aussagekraft für Vorschulkinder, nur aus Neugier "ums generelle Prinzip".

Die Überprüfung der Normierung wurde zum einen mit einer Stichprobe (n = 68, repräsentative Verteilung über die Schulformen) von Kindern im Alter von 11 bis 12,5 vorgenommen. Dann gab´s noch eine zweite Stichprobe von 371 Kindern im Alter von drei bis elf. Zum Ergebnis der letzteren schreiben die Autoren:
Zitat:
Erstens zeigte die Skala intellektueller Fähigkeiten bei den Kindern im Schulalter
keine relevante Abweichung von dem idealerweise erwarteten Mittelwert
von 100 und bei den Kindern im Vorschulalter eine leichte Abweichung nach
unten. Die Standardwerte für die Skala intellektueller Fähigkeiten bewegten
sich zwischen 96 bei den dreijährigen und 98 bei den fünfjährigen Kindern,
bei den Schulkindern lagen alle Ergebnisse um 100.


"Stark kulturabhängig" bestätigen auch die Autoren, interessanterweise ist aber für die "geeignete" Kultur der Teil, der am stärksten "alterungsanfällig" ist (Gesichter und Orte) , wohl immer noch ein guter Indikator für die Förderung im Elternhaus (innerhalb der gesamten Fertigkeitenskala der beste...). Fand ich einfach interessant, hat keinen Bezug zu uns.


go to top Nach oben
 Profil  
 

6. Apr 2013 10:22

Offline
 Betreff des Beitrags: Re: link zu K-ABC / Flynn-Effekt
BeitragVerfasst: 6. Apr 2013 10:22 
Power-User
Power-User
Registriert: 10.2008
Beiträge: 9748
Barvermögen:
 5.961,80 Points
Wohnort: Bolivien
Geschlecht: nicht angegeben
 Profil  
Ich befasse mich jetzt seit etwa 15 Jahren mit dem Thema Hochbegabung. Die ganze Zeit galt der K-ABC als veraltet und sowieso auch als ungeeignet. Insofern habe ich mich definitiv nie gefragt, ob man damit den Flynn-Effekt messen kann.

_________________
Mein Motto: Immer freudig in die Zukunft sehen......


go to top Nach oben
 Profil  
 

6. Apr 2013 12:34

Offline
 Betreff des Beitrags: Re: link zu K-ABC / Flynn-Effekt
BeitragVerfasst: 6. Apr 2013 12:34 
User
User
Registriert: 04.2011
Beiträge: 323
Barvermögen:
 240,40 Points
Geschlecht: nicht angegeben
Geschlecht: weiblich
 Profil  
Hallo Michaela,

dass der K-ABC kein HB-diskriminativer Test ist (weil als Entwicklungstest, nicht IQ-Test, konzipiert) unterschreibe ich sofort. Der Flynn-Effekt betrifft doch aber nicht nur den "rechten Rand" der Glocke, sondern beschreibt eine komplette Rechtsverschiebung - müsste also auch auf den K-ABC zutreffen. Der K-ABC gilt doch gerade als veraltet, weil die Normierung "zu alt sei", was nur wegen des Flynn-Effekts überhaupt ein Problem ist?

Zum zweiten interessiert mich eher der Flynn-Effekt als solcher - ist der für Euch plausibel? Wenn ja: aufgrund der Ursprungsstudie, oder aufgrund von Nachfolgestudien?


go to top Nach oben
 Profil  
 

6. Apr 2013 14:14

Offline
 Betreff des Beitrags: Re: link zu K-ABC / Flynn-Effekt
BeitragVerfasst: 6. Apr 2013 14:14 
Moderator
Moderator
Benutzeravatar
Registriert: 10.2008
Beiträge: 6223
Barvermögen:
 5.107,80 Points

Bank: 16.193,68 Points
Geschlecht: nicht angegeben
Geschlecht: weiblich
Bundesland: RLP
Über mich: Gnothi seauton
 Profil  
Hallo Mica,

wenn Du Dich für den Aufbau, die Gütekriterien und die Normierung von psychologischen Testverfahren interessierst, finde ich das hier eine sehr gute Seite
http://www.experimentalpsychologie.de/page58.html
Nähere Einzelheiten gibt es dann auch im Auswahlmenü in der linken Spalte.
Da wird dann auch klar, dass die richtige "Normierung" mehr Aspekte umfasst als die Aktualisierung von Stichproben.

Zu Deiner speziellen Frage wird dabei ausgeführt:
Zitat:
Kritisch berücksichtigt muß jedoch die Tatsache werden, daß numerisch gleiche Abstände auf der Prozentrang-Skala in Abhängigkeit vom Abschnitt der Meßwerteverteilung ganz unterschiedliche Differenzen in Standardwertnormen entsprechen. Desweiteren muß die zugrundeliegende Normierungs- oder Eichstichprobe repräsentativ zusammengestellt sein; so ist bei Leistungstest eine Aufteilung nach Altersgruppen und Schultypen sinnvoll und aussagekräftig, in Persönlichkeitstests nach geschlechtsspezifischen Normen. Wichtig ist auch, eine große Aktualität der Normdaten zu bewahren, da aufgrund veränderter ökonomischer und kultureller Bedingungen im Laufe der Zeit ein Leistungszuwachs in vielen Bereichen zu beobachten ist – ein und derselbe Punktwert wird dann immer leichter zu erreichen.


Nach persönlicher Meinung hast Du ja auch gefragt: Ja, der Flynn-Effekt ist eine wissenschaftlich fundierte Tatsache, weil der sich auch immer wieder in Langzeitstudien gezeigt hat (also in Studien, in denen die selben Testpersonen langjährig begleitet wurden) und auch nicht nur in "Intelligenz"-Tests, sondern auch in anderen psychologischen Tests, die ähnliche Dinge messen (z.B. Merkfähigkeit).
Aber auch hierbei muss man, wie bei der Interpretation aller wissenschaftlichen psychologischen Testverfahren und Studien im Auge behalten, dass es sich um den Vergleich mit statistischen Durchschnittswerten handelt, das ist kein Blutdruckmessen und insbesondere nicht, wenn es sich um Testverfahren bei Kinder handelt. Also nicht jedes Individuum wird scheints gleichbleibend in gleichem Maße "intelligenter" durch den Flynn-Effekt.

Meiner persönlichen Ansicht nach (es gibt aber auch andere Interpretationen) spielt die Musik beim Flynn-Effekt in den unteren Regionen der Skala. Und dort bei dem Zuwachs gesamtgesellschaftlicher ökonomischer Möglichkeiten sowie der Demokratisierung von Zugang zu Wissensquellen.
Wenn ich vergleiche, wie zu der Zeit, als ich Kind war, mit Kindern im defizitären Entwicklungsbereich, aber auch mit defizitären Entwicklungsumfeld, umgegangen wurde, welche Möglichkeiten es da gab, und wie heute, auch als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, dies gesehen wird, dann macht das für mich absolut Sinn.
Nicht nur die medizinische Versorgung hat sich fortentwickelt, sondern auch die Erwartungshaltung in Bezug auf geistige Entwicklungsmöglichkeiten. Damals hieß es "Depp bleibt Depp" und das bezog sich im Zweifel noch nicht mal auf die einzelne Person, sondern auf Umfelder.

Abgesehen davon wird ein weiterer Teil dadurch begründet sein, dass durch die Veränderung der Lebensumstände in der modernen Gesellschaft und die Veränderung der Medienlandschaft einfach auch die praktischen Fertigkeiten in der Lösung von testrelevanten Fragestellungen stetig ansteigt, insbesondere bei Kindern. Es wird sehr viel mehr Zeit mit Medienkonsum verbracht, die Möglichkeit interaktiver Medienbeschäftigung ist in den letzten 20 Jahren fulminant angestiegen- solange gibt es das ja noch gar nicht. Intelligenztesttypische Aufgaben sind heute in jedem "Discounter-Lernspiel" vorhanden.

Ich bin mir sicher, dass gerade im Kindertestbereich - die ihrer Art nach stets Entwicklungstests, d.h. Vergleich mit Altersgruppen sind- sich die Aktualitätsfrage nicht so brennend stellen würde, wenn die "Lösung" der einzelnen Aufgabenstellungen mehr mit handwerklichen, alltagspraktischen oder motorischen Fähigkeiten verbunden wäre. Es ist auch ein Trainingseffekt.

Bei "Kaufmann" gibt es übrigens einige Such-Treffer ;-)

search.php?keywords=Kaufmann&terms=all&author=&fid[]=11&sc=1&sf=all&sk=t&sd=d&sr=posts&st=0&ch=300&t=0&submit=Suche

für "Normierung" auch
search.php?keywords=Normierung&terms=all&author=&fid[]=11&sc=1&sf=all&sk=t&sd=d&sr=posts&st=0&ch=300&t=0&submit=Suche

(lässt sich nicht komplett verlinken, kopiere die Zeile in den Browser oder suche mit den Worten in "Diagnostik"- die Forumssuche funktioniert nicht rein mit Buchstaben)

LG, Ida


go to top Nach oben
 Profil  
 

6. Apr 2013 16:55

Offline
 Betreff des Beitrags: Re: link zu K-ABC / Flynn-Effekt
BeitragVerfasst: 6. Apr 2013 16:55 
User
User
Registriert: 04.2011
Beiträge: 323
Barvermögen:
 240,40 Points
Geschlecht: nicht angegeben
Geschlecht: weiblich
 Profil  
Hallo Ida, vielen Dank für link, persönliche Einschätzung und Suchhilfe ;-).
Habe leider erst am Montag wieder etwas mehr Ruhe, dann lese ich nach.

Einstweilen nur eine Frage zu "auch in Langzeitbeobachtungen nachgewiesen": Hast Du dazu eine Quelle oder ein Stichwort für pubmed o.ä.? Das war dann im Stil von "Langzeitbeobachtung1960 bis 1980 vs. 1980 bis 2000", oder wie muss ich mir das vorstellen?
Der Aspekt der gestiegenen Förderung erscheint mir plausibel; das müsste sich dann aber stärker in den Fertigkeiten-assoziierten Test niederschlagen - ich meine, beim googlen gestern gelesen zu haben, dass der Flynn-Effekt sich gerade auf die fluide, nicht die kristalline Intelligenz bezieht.

Was Du sonst beschreibst, ist auch einleuchtend (zunehmende "Vorkenntnis" der Aufgabentypen) - das wäre aber das, was ich unter "Test-Artefakt" verstehen würde.

Dass der Effekt statistisch belegt ist, möchte ich gar nicht in Zweifel ziehen - aber die gängige Schlussfolgerung eines generellen "Intelligenz-Fortschritts". Da frage ich mich persönlich einfach: wenn wir innerhalb einer "IQ-Test-begleiteten" Zeitspanne (seit wann gibt es solche Reihentests - sicher nicht vor dem 20. Jhdt.?) einen signifikanten Intelligenz-Fortschritt messen könnten, wo müssten wir denn dann heute "eigentlich" stehen, vorausgesetzt, es wäre ein stetiger Effekt, und gemessen an den teils doch auch hohen Intelligenzleistungen "klassischer" Kulturen? Wenn er aber nicht stetig wäre, woher kommt er auf einmal? Für den unteren Teil der Skala lieferst Du eine sehr plausible Erklärung - wie gesagt, sofern es um kristalline, nicht fluide Intelligenz geht. Ich dachte aber bisher, dass der Flynn-Effekt eine "Gesamtverschiebung" der "Glocke" darstellt?


go to top Nach oben
 Profil  
 

6. Apr 2013 23:12

Offline
 Betreff des Beitrags: Re: link zu K-ABC / Flynn-Effekt
BeitragVerfasst: 6. Apr 2013 23:12 
Moderator
Moderator
Benutzeravatar
Registriert: 10.2008
Beiträge: 6223
Barvermögen:
 5.107,80 Points

Bank: 16.193,68 Points
Geschlecht: nicht angegeben
Geschlecht: weiblich
Bundesland: RLP
Über mich: Gnothi seauton
 Profil  
Hallo Mica,

Mica hat geschrieben:
Einstweilen nur eine Frage zu "auch in Langzeitbeobachtungen nachgewiesen": Hast Du dazu eine Quelle oder ein Stichwort für pubmed o.ä.? Das war dann im Stil von "Langzeitbeobachtung1960 bis 1980 vs. 1980 bis 2000", oder wie muss ich mir das vorstellen?
Ja. Es gibt in der Intelligenzforschung etliche Langzeitstudien, ist eine der Grundlagen.

Das Problem ist, dass Forschungsergebnisse, auch zu möglichen Ursachen des Flynn- Effektes, wie fast alles wissenschaftliche in der Psychologie, in englisch veröffentlicht sind, auf deutsch findest Du meist mehr so populärwissenschaftliche Artikel, die Dir, wenn Du Dich intensiver damit befassen willst, nicht so weiterhelfen werden. Aber vielleicht findest du unter den hier genannten Stichwörtern etwas in Deutsch (?):
http://www.dgps.de/fachgruppen/diff_psy/Tagung_Halle/voracek.htm

Wenn Du Dich auf englisch mehr damit beschäftigen kannst, fange hier an, da ist eigentlich schon eine ganze Menge -vom Meister selbst :lol:- erklärt:
http://www.psychometrics.cam.ac.uk/page/109/beyond-the-flynn-effect.htm
Vorlesung als Video: http://cambridgepsychometrics.com/wiki/doku.php?id=public:flynn_video


Mica hat geschrieben:
Der Aspekt der gestiegenen Förderung erscheint mir plausibel; das müsste sich dann aber stärker in den Fertigkeiten-assoziierten Test niederschlagen - ich meine, beim googlen gestern gelesen zu haben, dass der Flynn-Effekt sich gerade auf die fluide, nicht die kristalline Intelligenz bezieht.
Hmm, nein, auch, aber nicht nur. Das ist ein Beispiel für einen Nachweis in Meta-Daten-Analyse im deutschsprachigen Raum:
http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0014406
-auch die Fußnoten sind interessant für weitere Lektüre-

Mica hat geschrieben:
Für den unteren Teil der Skala lieferst Du eine sehr plausible Erklärung - wie gesagt, sofern es um kristalline, nicht fluide Intelligenz geht. Ich dachte aber bisher, dass der Flynn-Effekt eine "Gesamtverschiebung" der "Glocke" darstellt?
Das versuchte ich ja zu erklären, insgesamt ja, aber nicht jeder (nummerisch) zugleich, so ist das mit den statistischen Verfahren. Dazu müsstest Du Dich mit den verlinkten Ausführungen über den grundsätzlichen Aufbau psychologischer Testverfahren beschäftigen, dann wird das klarer, wie das eine in das andere verzahnt ist.

Wichtig ist, immer im Auge zu behalten, dass das, was wir als "Intelligenz" bezeichnen, ein Konstrukt ist.

LG, Ida


go to top Nach oben
 Profil  
 

8. Apr 2013 09:35

Offline
 Betreff des Beitrags: Re: link zu K-ABC / Flynn-Effekt
BeitragVerfasst: 8. Apr 2013 09:35 
User
User
Registriert: 04.2011
Beiträge: 323
Barvermögen:
 240,40 Points
Geschlecht: nicht angegeben
Geschlecht: weiblich
 Profil  
Guten Morgen, Ida,

und noch mal vielen Dank für die links. Englisch ist unproblematisch, allerdings finde ich "vom Meister selbst" ähnlich schwierig wie mein "vom Verlag". Sehr interessant finde ich aber die PLOS ONE - Publikation, weil sie grafisch die Verteilungen in unterschiedlichen Jahren gegenüberstellt. Da scheint sich übrigens tatsächlich im obersten Bereich wenig zu tun. Ich geh mal noch das ganze für Tests suchen, die auf die fluide Intelligenz abzielen (denn auch in der verlinkten PLOS ONE Studie heißt es ja, dass sich der Flynn-Effekt besonders ausgeprägt gerade dort zeigt:
Zitat:
Most investigations of the Flynn effect examined changes of fluid intelligence, since gains on this domain of intelligence seem to be more pronounced.

P.S.: Entschuldige, dass ich in einem Punkt noch mal nachfrage, aber wir scheinen da irgendwie aneinander vorbei zu schreiben: Das was Du oben beschreibst (und auch einige der pubmed abstracts), nämlich Veränderungen überwiegend im unterdurchschnittlich / durchschnittlichen Bereich, wäre doch eben nicht eine komplette Rechtsverschiebung der in der Gestalt unveränderten Glocke, sondern eine Deformation / Schiefe der Glocke, oder? Ich hoffe, ich konnte das einigermaßen klar ausdrücken?

P.P.S.: :-D Was ich aber doch vom Meister selber sehr hübsch finde ist das hier:
Zitat:
Our obsession with IQ is one indication that rising wisdom has not characterized our time.


go to top Nach oben
 Profil  
 

8. Apr 2013 10:31

Offline
 Betreff des Beitrags: Re: link zu K-ABC / Flynn-Effekt
BeitragVerfasst: 8. Apr 2013 10:31 
Moderator
Moderator
Benutzeravatar
Registriert: 10.2008
Beiträge: 6223
Barvermögen:
 5.107,80 Points

Bank: 16.193,68 Points
Geschlecht: nicht angegeben
Geschlecht: weiblich
Bundesland: RLP
Über mich: Gnothi seauton
 Profil  
Hallo Mica,

Mica hat geschrieben:
allerdings finde ich "vom Meister selbst" ähnlich schwierig wie mein "vom Verlag".

ich finde, dass Flynn da eine ganz fantastische Vorlesung hält. Es ist im übrigen eine Retrospektive von ihm, viele Arbeiten anderer über seine Forschungsergebnisse sind da mit eingeflossen und der (Fest)vortrag selbst ist ja sehr kurzweilig.

Feste Antworten zu den Ursachen gibts halt keine, nur Forschungsmeinungen, wie immer in der Wissenschaft :lol:.

Ich habe Dir jetzt mal eine Arbeit rausgesucht, die den Flynn-Effekt in einem anderen Gebiet als Intelligenzforschung behandelt, vielleicht findest du da eher eine Antwort auf Deine Gedankengänge:
http://www.iapsych.com/iqmr/fe/LinkedDocuments/baxendale2010.pdf

Mica hat geschrieben:
P.S.: Entschuldige, dass ich in einem Punkt noch mal nachfrage, aber wir scheinen da irgendwie aneinander vorbei zu schreiben: Das was Du oben beschreibst (und auch einige der pubmed abstracts), nämlich Veränderungen überwiegend im unterdurchschnittlich / durchschnittlichen Bereich, wäre doch eben nicht eine komplette Rechtsverschiebung der in der Gestalt unveränderten Glocke, sondern eine Deformation / Schiefe der Glocke, oder? Ich hoffe, ich konnte das einigermaßen klar ausdrücken?
Ich verstehe schon, was Du meinst, aber wie gesagt, dazu müsstest Du Dich dann näher mit dem Aufbau statistischer psychologischer Tests beschäftigen, um das zu verstehen.

Du gehst in Deinen Überlegungen davon aus, dass "der Intelligenzquotient" oder "die Glocke" eine gegebene Größe ist - dem ist nicht so. Darum mein Beispiel mit dem (medizinischen) Blutdruckmessen und dem (psychologischen) Konstrukt. Die Intelligenztests z.B. werden auf 100 standardisiert, in einem sehr komplexen Verfahren, um eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen.
Interpretiert werden im Bereich Ursache und Auswirkung müssen beide Messergebnisse in der praktischen Anwendung.
War das verständlicher :-! ?

LG, Ida


go to top Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 19 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste


Besucher kamen durch folgende Suchbegriffe auf diese Seite:

flynn effekt kabc

k abc ergebnisse

Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Beteilige Dich mit einer Spende
cron

© phpBB® Forum Software • Theme foruz.net • phpBB3 Forum von phpBB8.de
» Kontakt & Rechtliches Support / Hilfe Forum Gooof Webdesign Kostenloses Forum Dein Forumo Forum web tracker