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Grüße aus Mittelfranken

Moderator: anni11

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25. Mai 2014 09:18

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 Betreff des Beitrags: Re: Grüße aus Mittelfranken
BeitragVerfasst: 25. Mai 2014 09:18 
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Mehr Input ist jetzt eigentlich nicht die Haupt-Baustelle. Du musst gucken, dass du seine schulische Situation vernünftig regelst. In der Beziehung ist es sozusagen schon 5-Zwölf.

Wenn das klappt, findest du bestimmt auch einen passenden Schachclub oder kaufst ihm ein Buch.

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25. Mai 2014 10:12

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 Betreff des Beitrags: Re: Grüße aus Mittelfranken
BeitragVerfasst: 25. Mai 2014 10:12 
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Hallo,

Colle hat geschrieben:
Und ja, anscheinend gibts den Test, bzw. Sind es 3. Es wurde auch bestätigt, was wir alle wussten, das er eher sehr sensibel und nicht schlagwütig ist und es "nur" Abwehrverhalten ist.

Für die Schule macht das aber wenig Unterschied wenn sie das Verhalten als aggressiv einstufen. Ich weiß, sensible Kinder haben es schwer, umso mehr Hilfe brauchen sie von allen Beteiligten.

Colle hat geschrieben:
Die Psychologin meinte, mit unseren Sohn ist alles in Ordnung, er ist ganz normal nur halt schlau.

Hat sie das echt so gesagt als Antwort, dass das Kind immer wieder gemobbt wird und dass es sich nicht anders zu helfen weiß, als in Abwehrreaktion aggressiv zu werden - so aggressiv, dass es sogar im Zeugnis steht?!? Findest Du die Aussage der Psychologin für Eure Situation wirklich ausreichend? Genaugenommen spielt man ja mit so einer Haltung der Schule den Schwarzen Peter zu, dass mit dem Kind alles in Ordnung sei, im Gegenteil, es ist sogar besonders schlau "und jetzt schaut mal wie ihr das jetzt hinbekommt". Das finde ich sehr schwierig. Damit wird man sich keine Freunde machen, an keiner Schule. Ihr werdet jetzt an der Schule nichts mehr reißen können, macht ja auch wenig Sinn, ihr werdet aber an einer neuen Schule, egal wie die ist, einen guten Start brauchen.

Colle hat geschrieben:
Der Psy. Hab ich es auch so erklärt, die meinte, ob es nicht Zusatzaufgaben für Schnellfertige oder Begabte gibt ,das sei in ihrem Ort ist es so. Bei uns nicht.

Sonderaufgaben zu verordnen ist meines Erachtens sehr vereinfacht für so ein komplexes Problem, Michaela hat es ja schon angedeutet. Zusatzaufgaben für ein bestimmtes Kind drängen dieses ungewollt in eine Außenseiterrolle, die die wengisten Kinder haben wollen. Ich habe von noch keinem unglücklichen Kind in so einer Situation gehört, das aufblüht, sobald es als Einziges ein paar zusätzliche Blätter verordnet bekommt. Sonderaufgaben funktionieren meines Erachtens nur, wenn es differenzierenden Unterricht gibt, in dem alle Kinder unterschiedliche Aufgaben nach ihrer Leistungsfähigkeit bekommen. Ich finde es ehrlich gesagt etwas traurig, wenn Psychologen so komplexe Themen beantworten mit "Zusatzaufgaben" oder gerne auch "Klassensprung". Abgesehen davon dass eine kognitive Auslastung nicht das allein Seligmachende ist, können viele Lehrer nicht unterscheiden zwischen quantitativer und qualitativer Förderung. Die Lehrerin meines Sohnes gab ihm dann von den gleichen qälenden Aufgaben einfach noch ein paar mehr. Dass er damit keine Luftsprünge machte, kannst Du Dir vorstellen. Und sie meinte dann noch "Wenn das Kind wirklich so schlau wäre, würde es die Zusatzaufgaben mit Freude abarbeiten." Bild

Ich finde übrigens besser, ein Kind darin zu unterstützen, dass es sich seinen Ausgleich zur Unterforderung selbst schaffen kann z.B. dass es bei bereits abgearbeiteten Aufgaben (s)ein Buch lesen darf - was für alle Kinder gelten sollte, die ihre Aufgaben fertig haben. Das finde ich zielführender, als die Lehrerin zu bitten (oder gar mit einem Testergebnis ist der Hand zu drängen), dass sie für Auslastung des Kindes sorgen soll.

Wie Du siehst, interessiert eine hohe kognitive Leistungsfähigkeit bei Kindern, die keine Hochleister sind, viele Lehrer nur marginal. Das wird auch auf einer weiterführenden Schule nicht viel anders sein. Und wenn das Kind sich in unglücklichen Situation nur unglücklich zu helfen weiß, verschlimmert das die Situation. Genau da würde ich ansetzen, das wird Deinen Sohn sein Leben lang begleiten.

Aber ich würde diese Diskussion lieber im geschützten Bereich führen.

Lg

Anni


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25. Mai 2014 10:41

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 Betreff des Beitrags: Re: Grüße aus Mittelfranken
BeitragVerfasst: 25. Mai 2014 10:41 
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Colle hat geschrieben:
Er spielt seit er 5 ist Fagott , aber echte Freunde hat er keine. Die sind alle nicht so seine Wellenlänge.

Hallo Colle,

willkommen im Forum!

was bedeutet denn Wellenlänge? Kannst Du mal ein Beispiel bringen? Anderes Hobby, andere Umgehensweisen, andere Freizeitbeschäftigungen? Spielt er Fagott in einem Orchester? Hat er auch sportliches Hobby? Hat er ein soziales Hobby, z.b. kirchliche Jugendgruppe?
Wie verbringt er seine Freizeit?

Der beste Schutz vor enttäuschenden Schulverhältnissen ist, wenn er jetzt eine vernünftige weiterführende Schule findet. Welche Möglichkeiten gibt es denn in Eurer Umgebung? Gibt es eine Schule mit musischem Schwerpunkt, egal welche Schulform?

Wenn ich in Bayern leben würde, würde ich temporär umziehen, wenn mein Kind nach der 4 auf eine völlig unpassende Schule MÜSSTE. Bundesland wechseln, Verwandte, Freunde, Kind ummelden. Wenns es extrem ländlich wäre, würde ich eventuell auch eine Internatsform im musischen Bereich andenken, wenn dafür das Talent und die bereits erreichte Ausbildungshöhe reicht.

LG, Ida


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25. Mai 2014 10:56

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 Betreff des Beitrags: Re: Grüße aus Mittelfranken
BeitragVerfasst: 25. Mai 2014 10:56 
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Hallo Ida,

an eine andere Schule/Schulform hatte ich auch schon gedacht.

Colle, gibt es im weiteren Umkreis eine vernünftige Gesamtschule? Das wäre, was Schule betrifft, meine erste Wahl - Schwerpunkt Musik finde ich auch vernünftig, nicht nur weil es den Interessen des Sohnes entspricht, sondern weil man davon ausgehen könnte, dass unter den sehr musikalischen Kindern nicht die größten Rabauken vertreten sind.

Lg

Anni


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25. Mai 2014 11:19

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 Betreff des Beitrags: Re: Grüße aus Mittelfranken
BeitragVerfasst: 25. Mai 2014 11:19 
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Gesamtschulen gibt es meines Wissens in Bayern nicht. Und Hauptschulen mit musischem Schwerpunkt sind auch recht selten.

Ein Umzug in ein anderes Bundesland könnte natürlich helfen. Oder wenn man grenznah genug wohnt, einfach der Besuch einer Schule "im Ausland". Auch das würde natürlich nur Sinn machen, wenn man die entsprechende Unterstützung bei der Lösung der Probleme bekommt.

In Hessen könnte er zum Beispiel problemlos ein Gymnasium besuchen. Das würde aber nach einem Weilchen nicht mehr klappen, wenn sich das Verhalten nicht in den Griff bekommen lässt und er nicht bereit ist, sich mit dem Schulstoff zu beschäftigen.

In Bayern besucht man in solchen Fällen gemeinhin eine Privatschule.

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25. Mai 2014 11:26

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 Betreff des Beitrags: Re: Grüße aus Mittelfranken
BeitragVerfasst: 25. Mai 2014 11:26 
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Anni, es gibt in Bayern keine Gesamtschulen.

Darum meine Aussage, dass ich beim Übergang zur Not "Ehestreit" hätte und das Bundesland anmeldungsweise wechseln würde. Das ist dann richtige Not. Es gibt ja genug Bundesländer ohne Empfehlungsbindung mit Anrecht auf eine Schule mit gymnasialem Zweig in der 5. Klasse. Unseres zum Beispiel.

Welche Frist für den "Rückzug" besteht, mit dem man ein Anrecht auf die Aufnahme in einem Gymnasium oder einer Realschule hat, muss man dann rausfinden.

Aber auch um solche Ideen zu entwickeln, ist es bereits 5 nach 12. Ich würde auch dringend den Kontakt zu einem lokalen Elternverein empfehlen, wo es wahrscheinlich Erfahrungen zu solchen Situationen gibt bzw. wer da noch beraten könnte.

Ich würde auch mal dringend mit der Leitung der Musikschule sprechen, üblicherweise kennen die sich im Sektor musische Schulbildung aus und haben Verbindungen oder können einen zumindest an jemanden verweisen, der dies hat. Fagott ist da kein schlechtes Instrument.

Und abklopfen, ob es was in Richtung Waldorf/Montessori gibt im Bereich Privatschule.

Wenn man weiter zuwartet, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man nur das bekommt, was übrig bleibt.

LG, Ida


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25. Mai 2014 13:03

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 Betreff des Beitrags: Re: Grüße aus Mittelfranken
BeitragVerfasst: 25. Mai 2014 13:03 
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Hallo
Ich hab den Theater in Bereich Grundschule fortgesetzt.


Lg Colle


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