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Kurze Vorstellung

Moderator: anni11

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11. Feb 2013 19:45

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 Betreff des Beitrags: Kurze Vorstellung
BeitragVerfasst: 11. Feb 2013 19:45 
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Hallo,

ich möchte mich hier als Neuer kurz vorstellen. Ich habe mich hier angemeldet, weil ich letztes Jahr endlich einen Mensa-Test gemacht habe, nachdem ich schon sehr lange etwas in die Richtung vermutet habe. Allerdings war das immer recht diffus, bis ich durch irgendeinen Zufall auf das Thema gestoßen bin und mich etwas näher damit beschäftigt habe.

Für mich ist das nicht wichtig im Sinn von, dass es mich als Mensch ändert oder zu etwas Besserem macht, aber es ist wichtig in dem Sinn, dass es mir Vieles erklärt und Vieles in neuem Licht erscheinen läßt. Durch Erfahrungen von anderen "Betroffenen" (auch Eltern, Partner, usw) bzw. Austausch hoffe ich, hier vielleicht noch einige Anregungen zu kommen oder auch geben zu können :).


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12. Feb 2013 02:24

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurze Vorstellung
BeitragVerfasst: 12. Feb 2013 02:24 
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Hallo Johannes,

ich habe als Kind und Jugendliche hin und wieder einen IQ-Test gemacht, das gehörte zur Überprüfung der Rechtschreibleistung. Dass die Werte gut waren, wusste ich, was intellektuelle Hochbegabung jedoch bedeutet, habe ich aber erst über meine Kinder erfahren, die alle noch etwas extremer geraten sind.

Ich habe mich auch einarbeiten müssen, erkannte mich allerdings kein bisschen wieder und sehe erst jetzt, da alle der Grundschulzeit entflohen sind, dass es tatsächlich meine Kinder sind. Sie waren schon immer angenehm unproblematisch, also für uns Eltern, doch da sie jetzt ein bisschen größer geworden sind, kommt mir vieles sehr vertraut vor. Finde ich erfreulich.

Wir lesen uns. Erzähl dann mal, in welcher Partnerschaft du lebst und wie es dir mit deinen Kindern ergeht, sofern du welche hast.
Epilog


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12. Feb 2013 14:06

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurze Vorstellung
BeitragVerfasst: 12. Feb 2013 14:06 
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Hallo Epilog,

als Jugendlicher habe ich auch einmal so einen Test gemacht, wobei ich nicht ganz sicher bin, ob das IQ-Test war. Das hat mich damals nicht wirklich interessiert, weil ich da immer nur irgendwo hingeschleppt wurde, um herauszufinden, warum ich nicht so sein kann, wie andere auch. Das Ergebnis war "in jedem Bereich weit überdurchschnittlich begabt", mehr habe ich nie erfahren, Konsequenzen hatte es auch keine. Ansonsten war das bei uns damals (Geburtsjahr 74) aber kein Thema, in meinem Elternhaus wäre das sogar eher negativ gesehen worden, man hätte mich eher bemitleidet. Selber habe ich noch keine Kinder, momentan auch mangels Partnerin ;).

Für mich war ausschlaggebend, einen Test zu machen, dass ich mich eben in vielen (nicht allen) Beschreibungen wiedergefunden habe und weil es für mich eine Möglichkeit war, Antworten auf manche Fragen zu finden :).

Ich finde es schön, zu lesen, dass man das an seinen Kindern auch erfreulich finden kann bzw. einfach so nimmt, wie es ist.


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12. Feb 2013 16:38

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurze Vorstellung
BeitragVerfasst: 12. Feb 2013 16:38 
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Hallo und willkommen, 012

johannesK hat geschrieben:
Das Ergebnis war "in jedem Bereich weit überdurchschnittlich begabt", mehr habe ich nie erfahren, Konsequenzen hatte es auch keine.

Konsequenzen hat es auch bei einer diagnostizierten Hochbegabung nicht. Höchstens, dass es Dir ermöglicht, an bestimmten Veranstaltungen teilzunehmen, die nur hoch begabten Menschen vorbehalten ist. Ansonsten folgt nur das, was man daraus macht. Was würdest Du denn gerne machen? Bzw. was denkst Du, anders zu machen, jetzt wo Du Deinen IQ schwarz auf weiß vorliegen hast, bzw. weißt, dass Du hochbegabt bist?

johannesK hat geschrieben:
Ansonsten war das bei uns damals (Geburtsjahr 74) aber kein Thema, in meinem Elternhaus wäre das sogar eher negativ gesehen worden, man hätte mich eher bemitleidet.

Mitleid wegen hoher Intelligenz?!? :-! Ich denke das hat viel mit den gängigen Klischees zu tun - entweder Überflieger oder Problemkind, eine Selektion in nur diese beiden Extreme wird dem Thema nicht gerecht.

johannesK hat geschrieben:
Ich finde es schön, zu lesen, dass man das an seinen Kindern auch erfreulich finden kann bzw. einfach so nimmt, wie es ist.

Wer sehr pfiffig aber dennoch unglücklich ist, sucht gerne seine Probleme in einer diagnostizierten oder vermuteten Hochbegabung, dabei liegt die Unzufriedenheit oft daran, dass demjenigen die Akzeptanz durch sein Umfeld fehlt. Dabei haben Probleme wenig mit der kognitiven Begabung zu tun, zumindest nicht, wenn man sich auf der rechten Seite der Gaußschen Verteilungskurve befindet. Eine (Hoch)begabung ist nie ursächlich für Probleme, maximal taucht sie parallel zu anderen Problemen auf. Das darf man nicht vermischen, wird aber gerne gemacht. Klischeebeschreibungen in negative Richtung "Anderssein weil HB" unterstützen dies.

johannesK hat geschrieben:
Für mich war ausschlaggebend, einen Test zu machen, dass ich mich eben in vielen (nicht allen) Beschreibungen wiedergefunden habe und weil es für mich eine Möglichkeit war, Antworten auf manche Fragen zu finden :).

Welche Antworten hast Du denn gefunden? Bzw. welche Fragen hattest Du Dir gestellt?

Lg

Anni


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12. Feb 2013 17:11

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurze Vorstellung
BeitragVerfasst: 12. Feb 2013 17:11 
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Hallo Anni,

Zitat:
Konsequenzen hat es auch bei einer diagnostizierten Hochbegabung nicht. Höchstens, dass es Dir ermöglicht, an bestimmten Veranstaltungen teilzunehmen, die nur hoch begabten Menschen vorbehalten ist. Ansonsten folgt nur das, was man daraus macht. Was würdest Du denn gerne machen? Bzw. was denkst Du, anders zu machen, jetzt wo Du Deinen IQ schwarz auf weiß vorliegen hast, bzw. weißt, dass Du hochbegabt bist?


Rückblickend hätte ich mir da schon Konsequenzen gewünscht, aber hauptsächlich von meinem Umfeld (Familie, Schule, usw.). Und man kann schon manches anders machen bzw. verändert es manches. Um nur das Naheliegendste zu nennen: Mir tat es gut, dass ich endlich sicher sein konnte, dass ich nicht komisch, besonders dumm oder unbelehrbar usw. bin, nur weil ich vieles anders sehe, anders denke, mehr weiß, für mehr interessiere. Aber insgesamt ist es schwer zu erklären ;)

Zitat:
Wegen hoher Intelligenz?!? :-! Ich denke das hat viel mit den gängigen Klischees zu tun - entweder Überflieger oder Problemkind, eine Selektion in nur diese beiden Extreme wird dem Thema nicht gerecht.


Ja genau wegen blöder Klischees. Ich kenne in dem Zusammenhang eigentlich fast nur wenig schmeichelhafte Stereotype. Und ich gebe dir vollkommen recht. In den meisten Fällen trifft beides nicht zu, wobei in unserer Gesellschaft (Schule usw.) die Chance sehr hoch ist, dass Problemkinder daraus werden. Es ist ein Talent, Potential, das man hat und es bringt Vor- und Nachteile mit sich, wie alles im Leben. Eines meiner Probleme war zum Beispiel, dass ich erst sehr spät die Erfahrung gemacht habe, dass ich mich auch hin und wieder anstrengen muss. Das klingt vielleicht blöd, aber wenn man wüßte, warum das so ist, könnte man das vermutlich schneller und besser.


Zitat:
Wer sehr pfiffig aber dennoch unglücklich ist, sucht gerne seine Probleme in einer diagnostizierten oder vermuteten Hochbegabung, dabei liegt die Unzufriedenheit oft daran, dass demjenigen die Akzeptanz durch sein Umfeld fehlt. Dabei haben Probleme wenig mit der kognitiven Begabung zu tun, zumindest nicht, wenn man sich auf der rechten Seite der Gaußschen Verteilungskurve befindet. Eine (Hoch)begabung ist nie ursächlich für Probleme, maximal taucht sie parallel zu anderen Problemen auf. Das darf man nicht vermischen, wird aber gerne gemacht. Klischeebeschreibungen in negative Richtung "Anderssein weil HB" unterstützen dies.


Ja, das wird sicher vorkommen, dass manche die Ursache ihrer Probleme irgendwo suchen, um Verantwortung abzuschieben. Aber ich gebe dir absolut nicht recht darin, dass eine Begabung oder Hochbegabung nie ursächlich für Probleme ist. Das ist viel zu kurz gedacht in richtung positives Klischee, der/die könnte doch, wenn er/sie nur wollte, weil er/sie ja hochbegabt ist ;). Ich bin übrigens überhaupt nicht unglücklich, als Erwachsener kann man das ja selbst regeln. Aber ich denke, es ist sehr wichtig, sich selbst zu kennen und für mich gehört eben auch das dazu, auch das ist ein Aspekt meiner Persönlichkeit. Und so wie unsere Gesellschaft funktioniert, kein ganz unwichtiger.


Zitat:
Welche Antworten hast Du denn gefunden? Bzw. welche Fragen hattest Du Dir gestellt?


Das waren einige sehr persönliche, warum manches so ist/war, wie es ist/war, in Guten wie im Schlechten (auf mein Leben bezogen). Aber abgesehen davon hilft es auch bei der Einschätzung der eigenen Person, anderer und das Verhältnis zueinander. Das ist nicht leicht zu erklären und betrifft hauptsächlich den beruflich Bereich. Es ist aber beispielsweise sehr mühsam, wenn man den Eindruck hat, andere brauchen ewig um etwas zu verstehen oder nicht weiß, was man als logisch voraussetzen kann bzw. zum Teil zweifelt, ob man etwas wirklich verstanden hat, weil andere soviel länger brauchen. Wenn man weiß, warum das so ist, ist das viel einfacher und man kann es berücksichtigen.

Lg
Johannes


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12. Feb 2013 17:20

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurze Vorstellung
BeitragVerfasst: 12. Feb 2013 17:20 
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Zitat:
Es ist aber beispielsweise sehr mühsam, wenn man den Eindruck hat, andere brauchen ewig um etwas zu verstehen oder nicht weiß, was man als logisch voraussetzen kann bzw. zum Teil zweifelt, ob man etwas wirklich verstanden hat, weil andere soviel länger brauchen. Wenn man weiß, warum das so ist, ist das viel einfacher und man kann es berücksichtigen.


Wenn man den Eindruck hat, dass Menschen verschieden lange brauchen, um etwas zu verstehen, ist das doch das, was man immer wieder beobachtet. Wundern kann man sich da nur, wenn man bis dahin gemeint hat, dass alle Menschen gleich intelligent sind. Du möchtest hoffentlich nicht propagieren, dass alle ein Schild mit ihrem IQ um den Hals tragen, damit man den im Gespräch berücksichtigen kann?

Ich vermute eher, dass du meinst, dass es, wenn man von sich meint, dümmer als andere zu sein, erlösend sein kann, das Gutachten über die eigene hohe Intelligenz in Händen zu halten. Als Therapie für ein gestörtes Selbstwertgefühl kann sowas durchaus nützlich sein. Obwohl das auch wieder zweischneidig ist. Menschen mit höherer Intelligenz sind nicht mehr wert als solche mit niedriger.

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13. Feb 2013 01:52

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurze Vorstellung
BeitragVerfasst: 13. Feb 2013 01:52 
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Hallo Johannes,

ich habe mich als Jugendliche auch wie ein Alien gefühlt. Ich hatte andere Interessen als die anderen Mädchen und dachte immer, mit mir stimmt etwas nicht. Ich wurde zwar allgemein als „sehr klug“ angesehen und geschätzt, aber ich bin nie auf die Idee gekommen, dass es damit zusammenhängen könnte, dass ich mich nicht für „Oberflächlichkeiten“ interessierte und „Spaß haben“ mir keinen Spaß machte. Ich hielt mich für „in der Entwicklung zurückgeblieben“ bis „gestört“.
Ich gab mir Mühe nicht besonders aufzufallen und letztendlich war es gerade diese unnötige Schüchternheit, die es den anderen schwer machte, Kontakt zu mir zu finden.

Heute weiß ich, dass die meisten Jugendlichen ähnliche Gefühle und Unsicherheiten haben, die sie mehr oder weniger zu überspielen versuchen. Die Glücklichen finden Freunde, die ihnen ähnlich sind, die weniger Glücklichen finden in ihrem doch noch beschränkten Umfeld niemanden und sind noch stärker verunsichert, auch ohne hb.

Als junge Erwachsene, endlich dem Korsett von Schule und Kleinstadt entflohen, habe ich dann Gruppen gefunden, in die ich passte, genau so wie ich bin und ohne Verstellung. Und damit ging es auch mit dem Selbstbewusstsein aufwärst. Mit mehr Erfahrung kann man dann Menschen und Situationen differenzierter betrachten. Das ist „Erwachsen-werden“, nicht nur für Hbs.

JohannesK hat geschrieben:
zum Teil zweifelt, ob man etwas wirklich verstanden hat, weil andere soviel länger brauchen.

Das ging mir auch lange so. Ich dachte auch, dass ich besonders langsam denken würde, weil die anderen immer schneller eine Antwort gegeben haben als ich es geschafft hatte, alle Eventualitäten durchzudenken.

Hätte jemand mir als Jugendliche gesagt: „ Es gibt viele Menschen, die so sind wie du und die ähnlich empfinden. Es ist keine psychische Störung,“ dann wäre diese Zeit für mich leichter gewesen. Das ist das Gewinnbringende am Label hb. Ich bin zwar genauso wie vorher, aber ich darf in meiner Selbstwahrnehmung jetzt so sein, weil das negative Etikett „Gestört“ durch das positive Etikett „Hb“ ausgetauscht wurde. Außerdem gibt es noch eine Menge anderer Menschen mit dem gleichen Etikett und es entsteht das Gefühl einer imaginären Gemeinschaft, das das Selbstbild weiter stabilisiert.

Liebe Grüße
Katze

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Es handelt sich hierbei um meine rein persönliche Meinung ohne Anspruch auf objektive Wahrheit.
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Probleme lassen sich nicht mit den Denkweisen lösen, die zu ihnen geführt haben. (Albert Einstein)


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13. Feb 2013 08:47

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurze Vorstellung
BeitragVerfasst: 13. Feb 2013 08:47 
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Ich hatte andere Interessen als die anderen Mädchen und dachte immer, mit mir stimmt etwas nicht. Ich wurde zwar allgemein als „sehr klug“ angesehen und geschätzt, aber ich bin nie auf die Idee gekommen, dass es damit zusammenhängen könnte, dass ich mich nicht für „Oberflächlichkeiten“ interessierte und „Spaß haben“ mir keinen Spaß machte.


Wenn man ausschließlich Interessen hat, die niemand sonst teilt, fühlt man sich vermutlich wie ein Alien. Eine hohe Intelligenz löst das aber nicht aus. Ich kann dir versichern, dass die meisten HBs genau die gleichen Interessen haben wie ihre Altersgenossen. Vielleicht noch die ein oder andere dazu.

Keinesfalls sind durchschnittlich Intelligente zwingend oberflächlich und damit irgendwie minderwertig. Genauso wenig wie HBs zwingend Spaßbremsen sind.

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13. Feb 2013 08:51

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurze Vorstellung
BeitragVerfasst: 13. Feb 2013 08:51 
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anni11 hat geschrieben:
Wer sehr pfiffig aber dennoch unglücklich ist, sucht gerne seine Probleme in einer diagnostizierten oder vermuteten Hochbegabung, dabei liegt die Unzufriedenheit oft daran, dass demjenigen die Akzeptanz durch sein Umfeld fehlt. Dabei haben Probleme wenig mit der kognitiven Begabung zu tun, zumindest nicht, wenn man sich auf der rechten Seite der Gaußschen Verteilungskurve befindet. Eine (Hoch)begabung ist nie ursächlich für Probleme, maximal taucht sie parallel zu anderen Problemen auf. Das darf man nicht vermischen, wird aber gerne gemacht. Klischeebeschreibungen in negative Richtung "Anderssein weil HB" unterstützen dies.


Na, so ganz stimmt das nicht.

Johannes führt ja das Problem selbst an:
johannesK hat geschrieben:
Es ist aber beispielsweise sehr mühsam, wenn man den Eindruck hat, andere brauchen ewig um etwas zu verstehen oder nicht weiß, was man als logisch voraussetzen kann bzw. zum Teil zweifelt, ob man etwas wirklich verstanden hat, weil andere soviel länger brauchen. Wenn man weiß, warum das so ist, ist das viel einfacher und man kann es berücksichtigen.


Das ist nicht einfach ein Problem des Selbstwertes, wie Michaela glaubt, es ist ein Problem des Verständnisses in Bezug auf erhaltene Erklärungen und Aufgaben. Wenn ein Mensch völlig problemlos und sofort versteht, worum es geht, und alle andere nicht verstehen, sodass weitere Erklärungen folgen, gewinnt der Mensch den Eindruck, er selbst habe etwas ganz Wesentliches nicht verstanden, weil er ja kein Problem sieht. Da es aber offensichtlich ein Problem gibt, sucht sein Geist das Problem und findet schließlich auch eines. Er konstruiert es selbst. Diese selbst konstruierten Probleme können so kompliziert sein und so entfernt von der ursprünglichen Problematik, dass der schnell verstehende Mensch die für ihn simplen Zusammenhänge wirklich nicht mehr versteht.

Sein Geist selbst hat sich eine ihm entsprechende Aufgabe geschaffen und scheitert zuweilen auch dran. Er geht für nicht hochbegabte Menschen völlig absurde Wege. Man muss wirklich schon selbst ein bisschen quer denken, wenn man Gedankengänge und Lösungen nachvollziehen will, die andere nur als "Was für ein Blödsinn" abtun können. Es ist aber nicht einfach Blödsinn, sondern wohl durchdachter Blödsinn, smile, gute Gedankengänge mit kleinen Fehlern, die es halt zu finden gilt, zumindest wenn man als Lehrender einem Schüler weiterhelfen möchte.

Ich halte das für ein ganz ursächlich durch intellektuelle Hochbegabte bedingtes Problem, aus dem Unverständnis im sozialen Umfeld erst resultiert. Warum ich verstehe ich manchmal und warum verstehe ich nicht? Wenn ich diese Zusammenhänge ganz offensichtlich nicht richtig erfasse und andere Menschen schon, meinem eigenen Eindruck nach sogar mühelos, dann werden sie auch andere Zusammenhänge besser erfassen, wobei ich nicht verstehe, warum sie sich so geirrt haben, da ich doch gleich das Gefühl hatte, es sei so oder so. Sind sie nun schlauer als ich oder sind sie es nicht? Kann ich ihre Wertungen übernehmen, auch wenn mir das völlig unsinnig vorkommt, oder sollte ich das besser nicht tun, obwohl ich nachweislich keinen Grund habe, auf meine Fähigkeiten zu vertrauen? Oder manchmal doch?- Aus dieser Unsicherheit resultiert ein sehr konfuses, unstimmiges Selbstbild. Die Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung gehen weit auseinander. Das Umfeld nimmt die intellektuellen Fähigkeiten des hochbegabten Menschen i.d.R stärker wahr als er selbst, schließlich ist Hochbegabung keine "Schulleistungshochbegabung", sondern eine Charaktereigenschaft.

Sie führt nicht zu Verwirrung, wenn ein Mensch seine besondere Begabung kennt, damit umgehen lernt und darauf bauen kann, doch kein Mensch kommt von alleine auf die Idee, dass er selbst der Schnellste ist, der begreift, dass er am richtigsten erfasst und alle anderen Verständnisprobleme haben, nur er nicht. Das ist einfach unvorstellbar. Aber letztlich der Unterschied zwischer überdurchschnittlicher intellektueller begabung und intellektueller Hochbegabung.

@ Michaela
Ich glaube nicht, dass sich ein hochbegabter Mensch grundsätzlich dümmer fühlt als andere, irgendwo spürt er, dass er gut und schnell denkt, selbst bei schlechtesten Leistungen, und deshalb ist eine bescheinigte Hochbegabung auch keine "Therapie für das gestörte Selbstwertgefühl". Das Selbstwertgefühl ist gar nicht mal so "gestört", nur einfach ebenso konfus wie die Verständnissituation selbst. Und die Situation ist mit einem Test noch lange nicht geändert. Erst die Aufklärung über das eigene Bestreben, Sachverhalte zu verkomplizieren, bringt Klarheit.


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13. Feb 2013 08:54

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurze Vorstellung
BeitragVerfasst: 13. Feb 2013 08:54 
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Ich kann dir versichern, dass die meisten HBs genau die gleichen Interessen haben wie ihre Altersgenossen.


Ja, aber erst wenn im jungen Erwachsenenalter, wenn die anderen gereifter sind.


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